Zu diesem Anlass laden wir Sie herzlich ein, über die große Jubiläumsfeier im Festzelt Schneider in Neustadt/Donau zu berichten.
Im Mittelpunkt des Festes stehen Begegnung, Würdigung des langjährigen Engagements der Caritas in der Region und der Blick nach vorn. Erwartet
werden Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kirche, dem Diözesan-Caritasverband Regensburg sowie aus verschiedenen Caritaskreisverbänden.
Außerdem wird die Feierlichkeit durch Festreden von Diözesan-Caritasdirektor Michael Weißmann, Aufsichtsratsvorsitzender Caritasrat Herr Dr. Grünewald,
Herr Landrat Nerb (Begrüßungsworte) sowie den Vorständen der Caritas Kelheim Frau Rosenhammer und Herr Killian begleitet.
Ablauf (ungefähre Orientierung):
10:30 Uhr: Festbeginn
11:00 Uhr: Festgottesdienst
12:00 Uhr: Mittagessen
14:00 Uhr: Festreden
15:30 Uhr: Kaffee/ Kuchen.
Hinweis: vor Ort bestehen Möglichkeiten für Interviews, O-Töne und Bildmaterial. Für die Planung bitten wir um Ihre
Rückmeldung. Wir freuen uns über Ihr Kommen und Ihre Berichterstattung.
Regensburg (RL). Im Rahmen des Modellprojektes "MuT-Partner – Stärkung der Digitalkompetenz für ältere Menschen" finden auch im dritten Quartal 2026 ortsnahe, niederschwellige Schulungsangebote in Form von Fragestunden in den Kommunen im Landkreis Regensburg statt.
Gerade für eine Generation, die medienferner aufgewachsen ist, trägt die Nutzung der digitalen Medien maßgeblich zur Teilhabe an der Gesellschaft bei.
Kenntnisse rund um den Gebrauch und Einsatz von Smartphone und Tablet werden immer wichtiger.
Dabei stellen vor allem die raschen Veränderungen und
Weiterentwicklungen von Geräten und Betriebssystemen eine große Herausforderung dar. Um einen möglichst niederschwelligen Zugang zu einem Informations-
und Schulungsangebot zu schaffen, bietet das Sachgebiet "Hilfen in schwierigen Lebenslagen – Pflegestützpunkt Plus im Landkreis Regensburg" auch im
dritten Quartal 2026 weiterhin Fragestunden in größeren Einkaufszentren in fünf Kommunen im Landkreis an.
Ab Juni 2026...
kommt ein weiterer Standort im Rewe Vogel, Kurpfälzer Straße 2, 93197 Zeitlarn, hinzu. Es besteht die Möglichkeit für Seniorinnen und Senioren,
sich ortsnah den Umgang mit Tablets, Mobiltelefonen und deren Software näher bringen zu lassen und Fragen zum Gebrauch oder zu Problemen im
Umgang mit dem eigenen Gerät zu stellen.
Termine:
Wörth a.d.Donau, Rewe Einkaufszentrum (90 Minuten): 6.7.26, 16–17.30 Uhr, 3.8.26, 16-17.30 Uhr, 2.9.26, 16-17.30 Uhr. Neutraubling,
Globus Einkaufszentrum, geg. der Apotheke (90 Minuten): 7.7.26, 16-17.30 Uhr, 4.8.26, 16–17.30 Uhr, 7.9.26, 16-17.30 Uhr. Obertraubling,
Edeka Dirnberger (90 Minuten): 13.7.26, 16–17.30 Uhr, 10.8.26, 16–17.30 Uhr, 11.9.26, 13.30–15.00 Uhr. Hemau, Tangrintler Einkaufszentrum,
Rewe (90 Minuten): 10.7.26, 13.30–15.00 Uhr, 7.8.26, 13.30–15.00 Uhr, 4.9.26, 13.30–15.00 Uhr. Regenstauf, Regental Center (90 Minuten):
8.7.26, 16–17.30 Uhr, 5.8.26, 16–17.30 Uhr, 9.9.26, 16–17.30 Uhr. Zeitlarn, Rewe Vogel (90 Minuten): 10.6.26, 15–16.30 Uhr, 8.7.26, 15–16.30 Uhr,
12.8.26, 15–16.30 Uhr, 10.9.26, 15–16.30 Uhr.
Dieses Projekt wird aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales gefördert.
Bei Fragen:
Landratsamt Regensburg, Hilfen in schwierigen Lebenslagen – Pflegestützpunkt Plus im Lkr. Rgbg., Saskia García Jociles, Tel. 0941 4009-531,
oder hilfen.lebenslagen@lra-regensburg.de.
Regensburg (RL). Die erste Bio-Genussradeltour der Öko-Modellregion Stadt.Land.Regensburg hat am vergangenen Samstag rund 40 Teilnehmende in den östlichen Landkreis Regensburg geführt. Auf der etwa 41 Kilometer langen Strecke erhielten die Radlerinnen und Radler spannende Einblicke in die ökologische Landwirtschaft, die Herstellung regionaler Bio-Produkte sowie die Arbeit heimischer Bio-Betriebe – verbunden mit regionalen Schmankerln und abwechslungsreichen Hofführungen./span>
Startpunkt der Tour war in Donaustauf. Von dort führte die Route entlang der Donau und durch mehrere Gemeinden im Landkreis zu verschiedenen Bio-Betrieben
der Region. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Öko-Modellregion Stadt.Land.Regensburg des Landkreises Regensburg. "Die Veranstaltung verband Bewegung
in der Natur mit regionalem Genuss und vermittelte gleichzeitig Wissen über nachhaltige Landwirtschaft und heimische Lebensmittelproduktion. Die positive Resonanz
der Gäste zeigte deutlich, wie groß das Interesse an regionalen Bio-Angeboten und authentischen Einblicken in die Landwirtschaft vor Ort ist", so die
Landrätin.
Erste Station der Tour war der BIOHof Deinhart in Auburg. Dort erhielten die Teilnehmenden bei einer Hofführung Einblicke in den Betrieb und
konnten regionale Hofschmankerl genießen. Anschließend führte die Strecke weiter zum Hermannsberg in Wiesent. Der Bioland-Betrieb stellte unter anderem
seine Legehennenhaltung, den Gemüsebau sowie die Damwildhaltung vor, wo auch das gemeinsame Mittagessen stattfand.
Am Nachmittag besuchte die Gruppe das Baierwein-Museum in Bach a.d. Donau. Neben einer Führung stand dort auch die Verkostung des Regensburger Bio-Landweins der Familie Luttner auf dem Programm. Den Abschluss der Tour bildeten eine Hofführung und Verkostung frischer Bio-Pommes am Biolandhof Heitzer in Demling.
Kontakt:
Julius Kuschel, Öko-Modellregion Stadt.Land.Regensburg, Lkr. Rgbg., Mail: Oekomodellregion@landratsamt-regensburg.de,
Tel.: 0941 4009-168.
Über die Öko-Modellregion
Stadt.Land.Regensburg:
Die Öko-Modellregion Stadt.Land. Regensburg verfolgt das Ziel, ökologische Landwirtschaft und nachhaltige Ernährungsbildung in der Region zu fördern und
weiter auszubauen. Seit Herbst 2019 arbeiten Stadt und Landkreis Regensburg erfolgreich zusammen, um eine lebenswerte und nachhaltige Zukunft für alle
Bürgerinnen und Bürger zu schaffen. Infos zu Terminen und Projekten unter www.oekomodellregionen. bayern/stadt.land.regensburg.
Die erste Bio-Genussradeltour der Öko-Modellregion Stadt.Land.Regensburg machte Genuss auf mehr. Foto: H.C. Wagner
Wenn das Kranksein demnächst aufs Portemonnaie drückt: "Wer im Landkreis Regensburg zum Hausarzt geht, für den wird es teurer", sagt Rainer Reißfelder von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Der Geschäftsführer der NGG Oberpfalz kritisiert das geplante Sparpaket im Gesundheitsbereich, das die Bundesregierung "stark zu Lasten der Versicherten verordnen" wolle: "Für Medikamente sollen Versicherte künftig bis zu 15 Euro dazuzahlen, mindestens aber 7,50 Euro. Das läppert sich und drückt auf die Haushaltskasse – neben hohen Ausgaben für Sprit, Lebensmittel, Miete & Co." Heute dagegen liege die Zuzahlung bei 5 Euro und sei bei 10 Euro gedeckelt.
Um Arzneimittel günstiger zu machen, spricht sich die NGG Oberpfalz für eine reduzierte Mehrwertsteuer bei Medikamenten aus. "Ob Tabletten, Tropfen, Salben,
Zäpfchen oder Infusionen: 7 statt 19 Prozent für Medikamente im Landkreis Regensburg. Das hätte einen positiven Effekt fürs Portemonnaie der Menschen", sagt
Rainer Reißfelder. Voraussetzung dafür: Die Regierung müsse Bedingungen dafür schaffen, dass die Reduzierung "eins zu eins bei den Menschen landet und nicht in
den Taschen der Pharma-Konzerne".
Heftige Kritik kommt von der Gewerkschaft an der Teilkrankschreibung, die die Bundesregierung ebenfalls plant: "Wer länger
krank ist, schleicht – oder besser wohl: schleppt – sich dann in Etappen zurück zur Arbeit. Und das ärztlich verordnet", sagt Rainer Reißfelder. Homeoffice und
eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten sollen das möglich machen, wenn es nach dem Willen der Bundesregierung geht. "Wer krank zur Arbeit geht, hilft weder
sich noch dem Betrieb. Im schlimmsten Fall kuriert man sich gar nicht richtig aus. Und das kann chronische Krankheiten zur Folge haben", so Rainer
Reißfelder. Langfristig belaste das das Gesundheitssystem immer weiter, so die Befürchtung der NGG Oberpfalz.
Der NGG-Geschäftsführer verweist auf die
Praxis: "Nehmen wir einen Bäcker oder eine Köchin im Landkreis Regensburg. Auch die sollen künftig zu 25, 50 oder 75 Prozent arbeitsfähig sein können,
wenn sie eigentlich krank sind. Sie gehen dann also zur Arbeit", so Rainer Reißfelder. Aber in einer Backstube gebe es genauso wie in einer Restaurantküche
"zu jeder Minute Zeitdruck und Stress".
Denn die Brote müssten morgens ab 2 Uhr in den Ofen und die Gerichte abends um 20 Uhr auf den Teller. "Die Arbeit muss einfach gemacht werden. Sie nimmt keine Rücksicht auf Halb- oder Dreiviertel-Kranke", sagt der NGG-Geschäftsführer. Unterm Strich sei die Gesundheitsreform in Sachen Teilkrankschreibung nichts anderes als eine Verschärfung der Krankschreibung. Zwar müssten Arbeitnehmer und Arbeitgeber zustimmen. "Aber gerade das ist heikel. Die Gefahr, dass Chefs Beschäftigte, die schwer und damit länger krank sind, dazu auffordern werden, an den Arbeitsplatz zurückzukehren, ist groß. Das kann mit ‚sanftem Druck', aber auch schroff mit einer Knallhart-Ansage passieren", befürchtet Rainer Reißfelder. Beides sei jedoch "wenig hilfreich", wenn es darum gehe, gesund zu werden. An die Adresse der CSU- und SPD-Bundestagsabgeordneten aus dem Landkreis Regensburg und der Region gerichtet, appelliert der Geschäftsführer der NGG Oberpfalz, "alles daranzusetzen, die Gesundheitsreform in puncto Zuzahlung und Medikamenten-Mehrwertsteuer zu ändern sowie von der Teilkrankschreibung die Finger zu lassen". Mit deutlichen Worten warnt die NGG Oberpfalz vor einem Sozialabbau. "Die ständigen Angriffe auf den Sozialstaat und Kahlschlagdebatten sind keine Antwort auf die aktuellen Herausforderungen. Wer den Sozialstaat zunehmend infrage stellt, verunsichert die Menschen", so Rainer Reißfelder. Statt die soziale Unsicherheit in der Reformdebatte immer mehr zu verschärfen, müsse es darum gehen, die wachsende Ungleichheit zu beseitigen. "Nicht die Beschäftigten sind das Problem, sondern Profitgier und ‚Reichenpflege'."
Wer krank ist, soll nicht zusätzlich leiden: "Höhere Zuzahlungen für Medikamente gehen ins Geld. Außerdem kann der Staat die MwSt. für Arzneimittel
von 19 auf künftig 7% senken und so Patienten und Krankenkassen entlasten", sagt R. Reißfelder von der Gewerkschaft NGG Oberpfalz. Darauf sollen die
Bundestagsabgeordneten achten, wenn sie über die Gesundheitsreform abstimmen. Außerdem lehnt die NGG die geplante Teilkrankschreibung ab.
Die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agenturen für Arbeit Niederbayern/Oberpfalz laden im Rahmen der Reihe "Mein Weg, meine Zukunft!" alle Interessierten zur Online-Veranstaltung "Wechseln oder Wiedereinsteigen mit Plan" am Mittwoch, den 10.06.2026 um 9 Uhr ein.
Erfahren Sie, wie Sie erste konkrete Schritte tun, wenn Sie sich beruflich verändern oder wiedereinsteigen möchten. Referentin Eva Kurze, Berufsberaterin für Erwachsene im Lkr. Cham bei der Agentur für Arbeit Schwandorf, informiert über Erfolgsfaktoren und Strategien, die zu einem guten Gelingen beitragen. Anmeldung: https://eveeno. com/Wiedereinsteigen. Die Teilnahme ist kostenfrei und bequem von zu Hause aus möglich. Nach der Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigung und ein bis zwei
Tage vor der Veranstaltung den Einwahllink. Bis zum Jahresende finden weitere interessante Online-Vorträge aus der Veranstaltungsreihe "Mein Weg, meine Zukunft!" zu Ihrer Unterstützung bei Vereinbarkeit von Familie und Beruf, beim Wiedereinstieg, sowie bei der beruflichen Karriere statt. Auf der Veranstaltungsdatenbank der Agentur für Arbeit können Sie sich jederzeit über digitale u. Präsenzveranstaltungen der Arbeitsagenturen informieren: www.arbeits agentur.de.
Regensburg (RL). Am Mittwoch, 20. Mai 2026, um 18 Uhr lädt das Landratsamt Regensburg zur Veranstaltung "Geschlechtersensible Medizin im Fokus: Diagnosen, Versorgung, Therapie" ein. Die Teilnahme ist sowohl vor Ort als auch online möglich. Angesprochen sind insbesondere Ärztinnen und Ärzte, Studierende sowie Pflege- und medizinisches Fachpersonal, zugleich sind alle Interessierten herzlich willkommen.
Die Anmeldung ist bis zum 18. Mai 2026 möglich unter: https://www.landkreis-regensburg.de/anmeldung.Geschlechter sensible Medizin gewinnt zunehmend an
Bedeutung für eine moderne Gesundheitsversorgung. Ziel ist eine passgenauere und gerechtere Diagnostik und Behandlung für alle Menschen. "Geschlechtersensible
Medizin bezeichnet die Humanmedizin unter besonderer Beachtung sozialer, psychologischer und biologischer Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Sie umfasst
die geschlechtsspezifische Erforschung und Behandlung von Krankheiten", erläutert Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h. c. Martina Müller-Schilling, MHBA, Direktorin der
Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I am Universitätsklinikum Regensburg.
Das Programm bietet einen fundierten Überblick und vertiefende Einblicke in
zentrale Fragestellungen: Dr. Christiane Groß, Allgemeinmedizinerin und Ehrenpräsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes e.V., stellt die Entwicklung und die
Grundlagen vor. Einen besonderen fachlichen Schwerpunkt setzen die Beiträge des Universitätsklinikums Regensburg unter Federführung von Univ.-Prof. Dr. med.
Dr. h. c. Martina Müller-Schilling, MHBA, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I. Gemeinsam mit Univ.-Prof. Dr. med. Miriam Banas und Prof.
Dr. med. Andrea Bäßler beleuchtet sie
geschlechterspezifische Aspekte bei Lebererkrankungen, chronischer Nierenkrankheit und Herzschwäche. Im Anschluss besteht Gelegenheit zum Austausch und
zur Diskussion.
Organisiert wird die Veranstaltung von den Gleichstellungsstellen und dem Gesundheitsamt von Stadt und Landkreis Regensburg in Kooperation mit
dem Universitätsklinikum Regensburg, der Universität Regensburg und dem Katholischen Deutschen Frauenbund. Ziel ist es, die Bedeutung geschlechtersensibler
Medizin stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und ihre Relevanz für eine sichere und gerechte Gesundheitsversorgung hervorzuheben. Auch Landrätin
Tanja Schweiger und Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger sind mit dabei. Zugleich weisen die Kooperationspartnerinnen auf den Internationalen Aktionstag
für Frauengesundheit am 28. Mai hin. Unter dem Motto "Unsere Gesundheit!
Unsere Rechte! Unser Leben!" setzen sich weltweit zahlreiche Organisationen für die
Stärkung der Frauengesundheit ein. Frauen sind in medizinischer Lehre, Forschung und Studien weiterhin unterrepräsentiert – mit spürbaren Auswirkungen auf
ihre Versorgung. Mit der Veranstaltung setzen die Partnerinnen ein Zeichen für mehr Bewusstsein, faire Forschung und eine gerechte Gesundheitsversorgung für
alle Menschen.
Regensburg (RL). Der neu gewählte Kreistag des Landkreises Regensburg hat seine Arbeit aufgenommen. Unter Vorsitz von Landrätin Tanja Schweiger wurden bei der konstituierenden Sitzung am 12. Mai 2026 im großen Sitzungssaal des Landratsamtes die neu gewählten Kreistagsmitglieder vereidigt. Zur neuen Stellvertreterin der Landrätin wählte der Kreistag Kreisrätin Irmgard Sauerer. Sie löst damit Willi Hogger ab, der dieses Amt in den vergangenen zwei Wahlperioden ausübte.
Zu weiteren Stellvertretern der Landrätin wurden Kreisrat Thomas Gabler und Kreisrat Josef Schütz bestellt. Bislang hatten Kreisrätin Maria Scharfenberg, die
zum 30. April 2026 aus dem Kreistag ausgeschieden ist, und Kreisrätin Petra Lutz diese Aufgaben wahrgenommen. Zudem legte der Kreistag die Besetzung von
Ausschüssen sowie zahlreicher weiterer Gremien fest. Wie bereits in den vergangenen Wahlperioden soll die bisherige Geschäftsordnung für den Kreistag auch für
diese neue Wahlzeit vorerst weiter gelten. Zu möglichen Anpassungen soll eine interfraktionelle Arbeitsgruppe Vorschläge erarbeiten und diese dem neuen Kreistag
in einer der nächsten Sitzungen zur Beratung und Beschlussfassung vorlegen.
Zu Beginn der konstituierenden Sitzung betonte Landrätin Tanja Schweiger in
ihrer Begrüßungsrede die besondere Verantwortung des neu gewählten Kreistages in einer Zeit gesellschaftlicher und politischer Herausforderungen. Angesichts
einer zunehmend angespannten politischen Stimmungslage weltweit, in Europa und in Deutschland sei es umso wichtiger, dass die örtlichen Verantwortlichen
konstruktiv und respektvoll zusammenarbeiten. Der Kreistag sei kein Parlament im klassischen Sinne, sondern ein Kollegialorgan, dessen Aufgabe es sei,
gemeinsam tragfähige Lösungen für den Landkreis und seine Bürgerinnen und Bürger zu entwickeln. Trotz unterschiedlicher politischer Auffassungen in der
Sache müsse stets das Wohl der Menschen im Landkreis im Mittelpunkt stehen. Landrätin Tanja Schweiger warb deshalb für ein harmonisches und
verantwortungsvolles Miteinander aller Fraktionen und Kreisräte.
Der Kreistag habe – so die Landrätin weiter – in der Vergangenheit trotz
unterschiedlicher Auffassungen in Einzelfragen stets große Einigkeit darüber gezeigt, wie der Landkreis zukunftsfähig weiterentwickelt werden solle.
Gerade angesichts der zunehmend angespannten finanziellen Situation der kommunalen Gebietskörperschaften komme dem konstruktiven Zusammenwirken des
Kreistages besondere Bedeutung zu. Für die kommenden sechs Jahre kündigte
die Landrätin ein ambitioniertes Arbeitsprogramm an, um die Attraktivität des Landkreises als Wohn-, Lebens- und Wirtschaftsstandort weiter auszubauen. Darüber hinaus solle die erfolgreiche Digitalisierungsoffensive im Landratsamt fortgesetzt werden, um das Dienstleistungsangebot für die Bürgerinnen und Bürger weiter zu verbessern. Im Gesundheitsbereich solle die Kreisklinik Wörth a.d.Donau durch die geplante bauliche Erweiterung sowohl medizinisch als auch wirtschaftlich nachhaltig gestärkt und die dortigen Arbeitsplätze langfristig gesichert werden.
Der neue Kreistag 2026/32_Gruppenfoto im Foyer des Landratsamtes nach der konstituierenden Sitzung am 12. Mai 2026
Landrätin Tanja Schweiger (rechts) mit ihrer neuen Stellvertreterin Irmgard Sauerer sowie den weiteren Stellvertretern Thomas Gabler (links) und Josef
SchützFraktionssprecher des Kreistages
In der konstituierenden Sitzung wurden die neuen Fraktionssprecher der dem Kreistag angehörenden Parteien bekanntgegeben. CSU: Kreisrat Matthias
Beer. Freie Wähler: Kreisrat Harald Stadler. AfD: Kreisrat Georg Bäumel. Grüne: Kreisrat Dr. Merten Niebelschütz. SPD: Kreisrat Sebastian Koch.
ÖDP: Kreisrat Herbert Hanwalter.JU: Kreisrat Richard Limmer. Die Linke mit Daniela Deisenroth und die FDP mit Raphael Dirnberger gehören als
Einzelkreisräte dem Kreistag an und haben keinen Fraktionsstatus.
Landrätin Tanja Schweiger mit der stellv. Landrätin, weiteren stellv. Landräten sowie den Fraktionssprechern der Kreistagsfraktionen einschl.
der Einzelkreisräte. Von links: D. Deisenroth (Die Linke), stellv. Landrat J. Schütz, Fraktionssprecher R. Limmer (JU), stellv. Landrat Th. Gabler,
Fraktionssprecher Dr. Niebelschütz (Grüne), stellv. Landrätin I. Sauerer, Fraktionssprecher H. Stadler (FW), Landrätin Tanja Schweiger, Fraktionssprecher M.
Beer (CSU), stellv. Fraktionssprecherin S. Gross (SPD), Fraktionssprecher H. Hanwalter (ÖDP), R. Dirnberger (FDP) und Fraktionssprecher G. Bäumel (AfD)
Regensburg (RL). Die 93. Plenumssitzung des Suchtarbeitskreises Regensburg stand ganz im Zeichen des Jahresthemas "Kinder substanzbelasteter Eltern". Über 60 Fachkräfte aus Suchthilfe, Jugendhilfe, Gesundheitswesen und Beratungseinrichtungen informierten sich über die Auswirkungen elterlicher Suchterkrankungen auf die frühe Bindungsentwicklung von Kindern. Referentin Prof. Dr. Klaudia Winkler von der OTH Regensburg erläuterte die Bedeutung sicherer Bindungsbeziehungen in den ersten Lebensjahren sowie die besonderen Herausforderungen für Familien mit substanzbezogenen Belastungen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie sich Suchterkrankungen von Eltern auf die emotionale Entwicklung von Säuglingen und Kleinkindern
auswirken können und welche Unterstützungsangebote Familien frühzeitig stärken. Dabei wurde deutlich, dass eine sichere Bindung eine zentrale Voraussetzung
für die sozial-emotionale Entwicklung von Kindern sind. Frühzeitige Hilfen und eine enge Zusammenarbeit von Suchthilfe, Geburtshilfe und Familienhilfe seien
daher entscheidend, um belastete Familien wirksam zu begleiten und stabile Eltern-Kind-Interaktionen zu fördern.
"Je länger ungünstige Einflüsse bestehen,
umso massiver und langfristiger sind die Störungen", erklärte Prof. Dr. Klaudia Winkler. Besonders in den ersten drei Lebensjahren seien verlässliche
Bezugspersonen und ein stabiles Umfeld für die Entwicklung psychischer Sicherheit von großer Bedeutung. Aus Sicht des Säuglings gehe es immer um die
Herstellung psychischer Sicherheit. Dabei seien eine oder mehrere stabile Bezugspersonen in den ersten drei Lebensjahren besonders wichtig. Bei Substanzkonsum
in der Schwangerschaft seien beim Säugling in der Regel zusätzliche Herausforderungen zu erwarten. Diese herausfordernden Eigenschaften des Säuglings seien
jedoch nicht automatisch problematisch, vielmehr komme es darauf an, wie das Umfeld mit diesen Besonderheiten umgeht und sie bewältigen kann.
In der anschließenden Diskussion wurden Fragen zur Unterstützung werdender Eltern mit eigenen Bindungsbelastungen sowie zu den Auswirkungen
exzessiver Mediennutzung auf die Eltern-Kind-Interaktion aufgegriffen. Dabei wurde die Bedeutung korrigierender Beziehungserfahrungen und videogestützter Beratungsangebote hervorgehoben. Zudem könne eine starke Medienablenkung aus Sicht des Kindes ähnliche Auswirkungen haben wie emotionale Abwesenheit infolge von Depressionen oder Substanzkonsum. Als wirksame Maßnahmen hob Winkler die enge Zusammenarbeit von Suchthilfe, Geburtshilfe und Familienhilfe sowie die konsequente Nutzung der Frühen Hilfen hervor. Besonders effizient seien Programme, die Eltern im Alltag begleiten und ihre Feinfühligkeit stärken – darunter STEEP (Steps Toward Effective and Enjoyable Parenting), Entwicklungspsychologische Beratung und Video Home Training. Für die Region Regensburg wurden bestehende Unterstützungsangebote wie KoKi, die Frühen Hilfen der Caritas sowie die Harl.e.kin Nachsorge hervorgehoben. Sie begleiten belastete Eltern bereits ab der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren des Kindes und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung sicherer Bindungsbeziehungen. Darüber hinaus gab es aktuelle Informationen von den jeweiligen Arbeitsgruppen, wie den Arbeitsgruppen Suchtprävention, Sucht und Arbeit, Nachsorge, Rehabilitation und Selbsthilfe, Illegale Drogen, Frau und Sucht, Substitution und Schulterschluss zwischen Jugend- und Suchthilfe. Weitergehende Infos gibt es bei der Geschäftsführerin Helga Salbeck, Telefon: 0941 4009-740, Mail: sozialdienst@lra-regensburg.de oder auf der website unter www.suchtinfo-oberpfalz.de.
Thema der 93. Plenumssitzung des Suchtarbeitskreises Regensburg war "Kinder substanzbelasteter Eltern". Im Fokus standen die Auswirkungen
elterlicher Suchterkrankungen auf die frühe Bindungsentwicklung von Kindern. (v.l.) Landrätin Tanja Schweiger, Helga Salbeck, Sachgebietsleiterin
Gesundheitsförderung und Gesundheitshilfe im Landratsamt Regensburg sowie Prof. Dr. Klaudia Winkler, OTH Regensburg. Foto: Christina Massi
Regensburg (RL). Das Sachgebiet "Hilfen in schwierigen Lebenslagen – Pflegestützpunkt Plus im Landkreis Regensburg" organisiert zusammen mit der Städtischen Sing- und Musikschule Neutraubling am 22. Mai 2026 eine "Musikalische Stunde" für Menschen mit Demenz und deren direktes Umfeld. Geplant ist gemeinsames Musizieren der Betroffenen sowie ein Konzert verschiedener Ensembles der Musikschule für die pflegenden Angehörigen.
Derzeit leben in Bayern schätzungsweise über 270.000 Menschen mit einer Demenzerkrankung. Viele der Betroffenen werden von ihren An- und Zugehörigen gepflegt. Von diesen wird enorme Arbeit geleistet, die oft zu körperlicher und psychischer Erschöpfung führt. Es ist daher wichtig, Entlastungsangebote für pflegende Angehörige zu schaffen. Ein solches bietet das Sachgebiet "Hilfen in schwierigen Lebenslagen – Pflegestützpunkt Plus im Landkreis Regensburg" in Zusammenarbeit mit der Städtischen Sing- und Musikschule in Form der "Musikalischen Stunde" an. Gemeinsam wird mit den von Demenz betroffenen Personen aus einer Auswahl von verschiedenen Liedern im Konzertsaal musiziert, begleitet von Lehrkräften der Musikschule. Es soll zusammen gesungen und dies mit unterschiedlichen Orff/ Percussion-Instrumenten (Handtrommel, Rassel, Agogo, Shaker,
Klangbausteine oder Monochord) musikalisch begleitet werden. Musik kann ein kraftvolles Mittel zur Unterstützung bei Demenz sein. Vertraute Lieder aus der Jugend fördern Kommunikation, mindern Ängste sowie Unruhe, wecken Emotionen und Erinnerungen. Zur gleichen Zeit wird im Theatersaal ein Konzert mit verschiedenen Ensembles der Musikschule für die An- und Zugehörigen aufgeführt. So können sich die pflegenden Angehörigen eine kleine Auszeit vom anstrengenden (Pflege-) Alltag nehmen. Insgesamt stehen 15 Plätze zur Verfügung. Eine Anmeldung ist zwingend erforderlich. Wo? Sing- und Musikschule Neutraubling, Schulstraße 1, 93073 Neutraubling. Wann? Freitag, 22. Mai 2026, 16.00 bis 17.00 Uhr. Anmeldung bei Saskia García Jociles, Telefon 0941 4009-531, oder Daniel Wend, Telefon 0941 4009-268 sowie per Mail an hilfen.lebenslagen@lra-regensburg.de.