Regensburg (RL). Die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses sucht engagierte und sachkundige ehrenamtliche Gutachter (m/w/d) zur Mitarbeit im Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Landkreis Regensburg.
Das Fachgremium Gutachterausschuss setzt sich aus Sachverständigen des Landratsamts, des Finanzamts, Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung sowie der freien Wirtschaft zusammen. Ziel ist, Transparenz am Grundstücksmarkt zu gewährleisten, zu verbessern sowie das Marktgeschehen wiederzugeben.
Informationen zur Tätigkeit im Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Landkreis Regensburg
Zu den Aufgaben des Gutachterausschusses gehören unter anderem die Erstellung von Verkehrswertgutachten über bebaute und unbebaute Grundstücke, die Ableitung
von für die Wertermittlung erforderlichen Daten sowie die turnusmäßige Ermittlung der Bodenrichtwerte. Hierfür wird die Unterstützung durch
ehrenamtliche Sachverständige benötigt. Rechtliche Grundlagen der Arbeit im Gutachterausschuss bilden die Bayerische Gutachterausschussverordnung (BayGaV),
das Baugesetzbuch (BauGB), die Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) sowie die damit verbundenen Muster-Anwendungshinweise (ImmoWertA).
Rahmenbedingungen und Profil
Angesichts der herausragenden Bedeutung des unabhängigen Gremiums "Gutachterausschuss" wird vorausgesetzt, dass Bewerber über entsprechende Fachkenntnisse in
der Grundstücks- und
Immobilienbewertung sowie in statistischen Auswertungsmethoden verfügen. Bevorzugt werden Bewerber mit mehrjähriger praktischer
Berufserfahrung, die nicht länger als drei Jahre zurückliegt. Idealerweise sind den Bewerbungsunterlagen aussagekräftige Referenzen beigefügt. Zudem
werden persönliche Vertrauenswürdigkeit, Zuverlässigkeit sowie gute Kommunikations- und Teamfähigkeit erwartet. Die Tätigkeit ermöglicht eine aktive Mitwirkung
in einem fachlich qualifizierten Gremium auf Landkreisebene mit regelmäßigem Erfahrungsaustausch. Für erbrachte Leistungen im Rahmen der §§ 193 und 194
BauGB erhalten ehrenamtliche Gutachter Aufwandsentschädigungen gemäß § 7 BayGaV.
Sachverständige werden für eine vierjährige Amtsperiode (01.08.2026
bis 31.07.2030) als Mitglied des Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Landkreis Regensburg bestellt. Für Nachfragen steht Ihnen Frau Brückl
telefonisch unter 0941 4009-435 zur Verfügung. Bewerbungen sind bis zum 15. April 2026 unter der Angabe des Betreffs "Mitglied im Gutachterausschuss
für Grundstückswerte im Landkreis Regensburg" an das Landratsamt Regensburg, Geschäftsstelle Gutachterausschuss, Altmühlstr. 3, 93059 Regensburg oder
Mail an gutachterausschuss@landratsamt-regensburg.de zu richten.
Regensburg (RL). Das Entscheidungsgremium der LAG Regionalentwicklung Landkreis Regensburg hat in seiner Sitzung am 17. März 2026 im Landratsamt Regensburg wichtige Weichen für die weitere Entwicklung des ländlichen Raums gestellt. Die Mitglieder beschlossen die Unterstützung von drei neuen Projekten im Rahmen des europäischen Förderprogramms LEADER. Ziel ist es, die Lebensqualität im Landkreis zu stärken und innovative Ideen vor Ort umzusetzen.
Kulturstadl für Gem. Obertraubling:
Beschlossen wurde zunächst das Projekt "Errichtung eines Kulturstadls für die Gemeinde Obertraubling". Projektträger ist der Trachtenverein Holzhacker e.V.
Mit dem geplanten Kulturstadl soll ein Ort entstehen, der Raum für kulturelle Veranstaltungen, Brauchtumspflege und gemeinschaftliche Aktivitäten in der
Gemeinde Obertraubling bietet. Der neue Treffpunkt soll insbesondere Vereinen und Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde zugutekommen und das kulturelle Leben vor
Ort stärken. Aufbau und Ausstattung des Stadls sowie Gestaltung der Außenanlagen werden insgesamt voraussichtlich circa 630.000 Euro kosten. 250.000 Euro
(entspricht 50 Prozent der Nettokosten) sollen als Zuschuss über LEADER in das Projekt fließen.
Nachbesprechung der Sitzung: (von links) Hans-Michael Pilz (LEADER-Koordinator der Oberpfalz), Landrätin Tanja Schweiger, Christoph Bauer
(LBV Bezirksgeschäftsführer Oberpfalz), Lucia Gareis (Geschäftsführerin der LAG). Foto Stephanie FleinerOutdoor-Mehrgenerationen-Fitnesspark in Pfatter:
Ebenfalls grünes Licht erhielt das Projekt "Outdoor-Mehrgenerationen-Fitnesspark", das von der Gemeinde Pfatter umgesetzt wird. Der geplante Fitnesspark soll
ein Bewegungs- und Begegnungsort für Menschen aller Altersgruppen werden. Durch verschiedene Trainings- und Bewegungsangebote im Freien sollen Gesundheit,
Fitness und das Miteinander in der Gemeinde gefördert werden.
ür das Projekt wurde ein Zuschuss von circa 40.000 Euro (entspricht 50 Prozent der Nettokosten) beschlossen.
Wernetsgruber Bauernhof:
Als drittes Projekt wurde der "Wernetsgruber LebensLernOrt Bauernhof" beschlossen. Projektträger sind Katharina und Andreas Adlhoch. Ziel des Projekts ist
es, auf einem landwirtschaftlichen Betrieb einen Lern- und Begegnungsort zu schaffen, der Einblicke in nachhaltige Landwirtschaft, Naturzusammenhänge und
regionale Wertschöpfung ermöglicht. Neben pädagogischen Angeboten für Kinder, Senioren und Erwachsene wird auf dem Hof ein privat geführter
Bauernhofkindergarten entstehen. Insbesondere für Kinder, Familien und Bildungseinrichtungen soll der Bauernhof als außerschulischer Lernort erlebbar
gemacht werden. Das projekt erhält über LEADER einen Zuschuss von circa 43.000 Euro (entspricht 30 Prozent der Nettokosten). Mit den gefassten Beschlüssen setzt
die LAG Regionalentwicklung Landkreis Regensburg weiterhin auf Projekte, die das gesellschaftliche Miteinander stärken, Bildung und Kultur fördern sowie
nachhaltige Entwicklung im ländlichen Raum unterstützen. Die Projekte können nach der positiven Bewertung durch das Entscheidungsgremium nun den
Förderantrag bim AELF Tirschenreuth-Weiden stellen.
Hintergrund:
LEADER ist ein Förderprogramm der Europäischen Union zur Stärkung des ländlichen Raums. Über Lokale Aktionsgruppen (LAG) entscheiden regionale Akteurinnen
und Akteure gemeinsam über die Unterstützung innovativer Projekte, die zur Umsetzung der lokalen Entwicklungsstrategie beitragen. Weitere Informationen zu
LEADER unter: https://www.leader-regensburg.de/ leader-im-landkreis/
Regensburg (RL). Warme Mahlzeiten direkt an die Haustür: Die Nachbarschaftshilfe Wenzenbach erweitert ihr Angebot und startet nach Ostern mit einem ehrenamtlich organisierten "Essen auf Rädern". Damit schließt sich Wenzenbach als sechste Gemeinde im Landkreis diesem erfolgreichen Modell an.
Den Start ermöglichten intensive Vorarbeiten: So wurde die Zusammenarbeit mit der Metzgerei Stierstorfer organisiert, die künftig das Essen zubereitet. Gleichzeitig erklärten sich zehn Helferinnen und Helfer bereit, die Auslieferung zu übernehmen. Auch der Bedarf ist vorhanden – bereits acht Bürgerinnen und Bürger haben ihr Interesse angemeldet. Bei einem Treffen in Wenzenbach übergab Landrätin Tanja Schweiger gemeinsam mit der Leiterin der Freiwilligenagentur, Dr. Gaby von Rhein, 20 Geschirrsets und Warmhalteboxen an die Verantwortlichen der Nachbarschafthilfe: 1. Vorsitzenden Hans-Peter Semmler, die Koordinatorin des "mobilen Mittagstischs", Heidi Kramer und den Schriftführer des Vereins, Alfons Klinger. Vor Ort war auch der zweite Bürgermeister, Ewald Fischer, der sich im Namen der Gemeinde für die großzügigige Unterstützung durch den Landkreis bedankte. Landrätin Tanja Schweiger bedankte sich für das große Engagement der Nachbarschaftshilfe, die mit dem mobilen Mittagstischs ihr Angebot jetzt noch einmal erweitere. "Sie alle leisten einen großen Beitrag für die Daseinsvorsorge und den sozialen Zusammenhalt in Wenzenbach. Ein herzliches Vergelt`s Gott dafür."
Hintergrund:
Das Projekt "Ehrenamtlich organisiertes Essen auf Rädern" richtet sich vor allem an ältere Menschen und Personen, die sich nicht selbst regelmäßig mit
warmen Mahlzeiten versorgen können. Die Idee entstand während der Corona-Pandemie und wurde im Landkreis in den Gemeinden schrittweise weiterentwickelt, die
nicht von professionellen Anbietern versorgt werden. Neben Wenzenbach bieten bereits Mintraching, Brennberg, Deuerling, Pielenhofen und Hagelstadt ein
solches Angebot an. Der Landkreis Regensburg unterstützt die Initiativen mit Geschirrsets und Warmhalteboxen aus einem Förderprogramm des Freistaats
Bayern. Restmittel aus dem Fördertopf sind noch vorhanden. Weitere Nachbarschaftshilfen, die ein ähnliches Angebot aufbauen möchten, können sich gerne an
die Freiwilligenagentur wenden. Alle wichtige Informationen zu den einzelnen Projekten im Landkreis Regensburg erfahren Sie
unter www.freiwilligenagentur-regensburger-land.de. Kontakt Freiwilligenagentur: Dr. Gaby von Rhein, E-Mail: freiwilligenagentur@lra-regensburg.de.
Fragen zu "Essen auf Rädern" in Wenzenbach beantwortet Heide Kramer Tel.: 09407-3895.
Die Verantwortlichen der Nachbarschafshilfe und 2. Bürgermeister Ewald Fischer freuten sich über die 20 Geschirrsets und Warmhalteboxen (von rechts nach
links): Gaby von Rhein, Hans-Peter Semmler , Landrätin Tanja Schweiger, 2. Bürgermeister Ewald Fischer, Alfons Klinger und Heidi Kramer. Foto: Stefan Lex
Regensburg (RL). Ehrenamtliches Engagement leistet einen wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft. Um dieses Engagement sichtbar zu machen und zu würdigen, ruft der Landkreis Regensburg auch in diesem Schuljahr alle Schülerinnen und Schüler mit Wohnsitz im Landkreis dazu auf, ihre ehrenamtliche Tätigkeit zu melden und an der Aktion "Mach mit – dein Engagement zählt!" teilzunehmen.
Seit 2010 bietet der Landkreis Regensburg den Schulen die Möglichkeit, ehrenamtliche Tätigkeiten von Schülerinnen und Schülern in einem Beiblatt zum Jahreszeugnis zu würdigen. Ergänzend dazu überreicht Landrätin Tanja Schweiger seit 2015 die Urkunden im Rahmen eines feierlichen Empfangs persönlich. Die Aktion richtet sich an Schüler, die sich in ihrer Freizeit regelmäßig engagieren, z. B. als Schulbuslotsin, Streitschlichter, Schülersprecherin oder Schulsanitäter, als Ministrantinnen und Ministranten, im Jugendkreistag, in der Jugendfeuerwehr oder in Sportvereinen. Das Engagement kann dabei ganz unterschiedliche Formen annehmen – entscheidend ist der Einsatz für andere. Die Teilnahme ist unkompliziert: Die Anmeldung erfolgt online durch die
Angabe der ehrenamtlichen Tätigkeit. Das entsprechende Formular steht auf der Website des Landkreises Regensburg zur Verfügung: www.landkreis-regensburg.de/verleihung-ehrenamtsurkunde. Der Landkreis Regensburg lädt alle engagierten Landkreisschülerinnen und -schüler herzlich ein, mitzumachen und ihr Ehrenamt sichtbar zu machen. Ein feierlicher Empfang findet am Dienstag, 7. Juli 2026, 16 Uhr im Gymnasium Lappersdorf statt. Auch die Stadt Regensburg organisiert eine Veranstaltung zur Würdigung von ehrenamtlich tätigen Schülerinnen und Schülern mit dem Titel "Young Heroes – Auszeichnung für junges Engagement". Zu dieser können sich alle Schülerinnen und Schüler mit Wohnsitz in der Stadt Regensburg anmelden.
Bäckerei-Azubis haben mehr in der Tasche: Wer in den Bäckereien im Landkreis Regensburg eine Ausbildung macht, hat jetzt deutlich mehr im Portemonnaie. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hingewiesen. Die Ausbildungsvergütung werde ab März um 50 Euro pro Monat erhöht. Das gelte für angehende Bäcker genauso wie für die Azubis im Verkauf am Bäckereitresen.
"Wer seine Ausbildung anfängt, geht mit 1.070 Euro im Monat nach Hause. Im zweiten Ausbildungsjahr sind es 1.140 Euro. Und im dritten bekommt der Bäckerei-Nachwuchs sogar 1.280 Euro", sagt Rainer Reißfelder von der NGG Oberpfalz. Für die Gewerkschaft ist die neue Ausbildungsvergütung ein "Lockruf der Bäckereien" und bietet dem Handwerk eine wichtige Perspektive. Junge Menschen würden so motiviert, sich auch in Zukunft für das Lebensmittelhandwerk zu entscheiden: "Die Ausbildung in Bäckereien wird damit attraktiver – für die, die Brot und Brötchen backen, Kuchen und süße Teilchen machen. Und genauso für die, die in den 42 Bäckereien und deren Filialen im Lkr. an der Ladentheke beraten und für einen guten Umsatz verantwortlich sind. Also für alle, die die Menschen in der Region täglich mit frischen Backwaren versorgen", so der Geschäftsführer der NGG Oberpfalz, Rainer Reißfelder. Dafür habe sich die NGG am Tariftisch stark gemacht. Der Tarifvertrag sei
allgemeinverbindlich – er gelte damit für alle Auszubildenden im Bäckerhandwerk im Landkreis Regensburg. Insgesamt gibt es in den Bäckereien im Landkreis Regensburg 53 Azubis – und damit 21 mehr als noch vor zehn Jahren, so die NGG Oberpfalz. Die Gewerkschaft beruft sich dabei auf Zahlen der Arbeitsagentur. Mehr Infos für Beschäftigte gibt es unter der Bäcker-Hotline der NGG: www.ngg.net/baecker-hotline.
Regensburg (RL). Am 24. März hat der Landkreis Regensburg gemeinsam mit der Stadt Regensburg und deren Jobcentern sowie mit der Agentur für Arbeit Regensburg das inzwischen 8. Job-Speed-Dating veranstaltet. Ziel des bewährten Veranstaltungsformats ist es, Unternehmen bei der Suche nach Arbeits- und Hilfskräften gezielt zu unterstützen und Bewerberinnen und Bewerbern schnelle Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern zu ermöglichen.
Im Fokus standen diesmal die Branchen Einzelhandel, Reinigung und Sicherheit. Insgesamt 14 Unternehmen aus dem Landkreis und der Stadt Regensburg nutzten die Gelegenheit, sich in kompakten 20-Minuten-Gesprächen mit Interessierten auszutauschen. Rund 195 Bewerberinnen und Bewerber nahmen das Angebot wahr, um innerhalb kurzer Zeit mehrere Arbeitgeber kennenzulernen.
Konzept für effizientes Matching
Die interessierten Bewerberinnen und Bewerber wurden im 20-Minuten-Takt den teilnehmenden Unternehmen zugeführt – ein bewährtes Konzept, das auf
direkte Begegnungen und effizientes Matching setzt. Ziel ist es, Menschen mit passender Qualifikation und Motivation schnell und unbürokratisch mit den
richtigen Arbeitgebern zusammenzubringen. Organisiert wird das Veranstaltungsformat von den Wirtschaftsförderungen des Landkreises und der Stadt Regensburg
sowie von der Agentur für Arbeit. Bewerberinnen und Bewerber werden vom Jobcenter und der Agentur für Arbeit ausgewählt. Landrätin Tanja Schweiger betonte
die Bedeutung des Formats: "Das Job-Speed-Dating ist ein zentraler Baustein unserer aktiven Arbeitsmarktpolitik. Hier bringen wir Unternehmen und
Arbeitsuchende direkt miteinander ins Gespräch und schaffen konkrete Perspektiven – für Betriebe ebenso wie für Menschen auf der Suche nach einer neuen
beruflichen Chance. Mehr als 1.200 geführte Gespräche und über 250 erfolgreiche Vermittlungen in den Arbeitsmarkt
belegen eindrucksvoll den Erfolg dieses Formats." Auch Roland Weiß, Sachgebietsleiter Wirtschaft und Regionalentwicklung im Landratsamt Regensburg, dessen Team die Veranstaltung mitorganisiert hat, zieht eine positive Bilanz: "Die direkte Ansprache und die kurzen Gesprächsformate ermöglichen es beiden Seiten, schnell festzustellen, ob es fachlich und menschlich passt. Dieses praxisnahe Format hat sich bewährt und wird von Unternehmen wie Bewerbern gleichermaßen geschätzt."
Vorber. durch Online-"JobCheck"
Flankierend zur Präsenzveranstaltung fand im Vorfeld ein Online-"JobCheck" statt, organisiert über das Regionalmanagement des Landkreises. Die
Teilnehmenden erhielten dabei wertvolle Hinweise und Tipps für erfolgreiche Bewerbungsgespräche und konnten sich gezielt auf das Job-Speed-Dating
vorbereiten. Weitere Veranstaltungen dieser Art sind in Planung. Unternehmen mit Personalbedarf sowie interessierte Bewerber können sich bei der
Wirtschaftsförderung des Landkreises Regensburg informieren.
Hintergrundinformation:
Die Jobchance ist eine der Maßnahmen im Rahmen des Kooperationsprojekts "Steigerung der Arbeitsmarktpotenziale von ‚Stiller Reserve' und Geflüchteten"
des Regionalmanagements Landkreis Regensburg. Das Projekt wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und
Energie.
Beim 8. Job-Speed-Dating im Landkreis Regensburg kamen Unternehmen aus Einzelhandel, Reinigung und Sicherheit mit zahlreichen Bewerberinnen und
Bewerbern ins Gespräch. Foto: Christina Massi
Regensburg (RL). Am 17. März 2026 fand im großen Sitzungssaal des Landratsamtes unter der Leitung von Landrätin Tanja Schweiger eine Sitzung des Jugendhilfeausschusses statt. Auf der Tagesordnung standen auch zahlreiche Entscheidungen über Zuschüsse.
Hier die Zusammenfassung:
1. Das Jugendcafé der Evangelischen Jugendsozialarbeit Regensburg (EJSA) wird in den Haushaltsjahren 2026 bis 2028, vorbehaltlich zur Verfügung
stehender Haushaltsmittel, weiterhin mit 15 Prozent der Personalkosten der Leitungsstelle gefördert. 2. Der Landkreis Regensburg beteiligt sich in
den Haushaltsjahren 2027 bis 2029 vorbehaltlich der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel weiterhin mit jährlich 10.000 Euro an den Kosten der
Sozialberatung im Sozialpädiatrischen Kinderzentrum St. Martin. 3. Die Jugenddrogenberatungsstelle sub21 der DrugStop Drogenhilfe Regensburg e. V. wird in
den Haushaltsjahren 2027 bis 2029 vorbehaltlich zur Verfügung stehender Haushaltsmittel entsprechend der Inanspruchnahme durch junge Menschen aus dem
Landkreis Regensburg jährlich mit bis zu 11.000 Euro gefördert. 4. Der Landkreis Regensburg übernimmt vorbehaltlich zur Verfügung stehender Haushaltsmittel
weiterhin die Lohnkosten anteilig für Teilnehmer aus dem Landkreis an der Maßnahme "Arbeiten und Lernen" der Stadt Regensburg. 5. Der Landkreis Regensburg
beteiligt sich vorbehaltlich zur Verfügung stehender Haushaltsmittel weiterhin am Ausbildungsprojekt "Holzwerkstatt und Lernen" der Stadt Regensburg mit
einer Anteilsfinanzierung in Höhe von 10 Prozent der tatsächlich entstandenen Projektkosten pro Teilnehmenden aus dem Landkreis Regensburg. 6. Der
Landkreis Regensburg fördert die
Jugendwerkstatt Regensburg e. V. ab dem Haushaltsjahr 2026 vorbehaltlich der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel mit einem Zuschuss in Höhe von jährlich 40.000 Euro. 7. Dem Vorschlag der Verwaltung zur Anpassung der Förderrichtlinien hinsichtlich der Unterbringung von jungen Menschen in Jugendherbergen im Rahmen einer internationalen Jugendbegegnung wird zugestimmt.
Der Jugendhilfeausschuss befürwortete in seiner Sitzung am 17. März 2026 zahlreiche Zuschussanträge zur Förderung der freien Jugendhilfe.
Foto. Hans FichtlInternationale Jugendbegegnungen sollen demnach zukünftig auch gefördert werden, wenn die jungen Menschen in Jugendherbergen untergebracht werden – vorausgesetzt, der Austauschcharakter steht eindeutig im Mittelpunkt. Die Anpassung stellt sicher, dass das Landratsamt Regensburg inhaltlich wieder konform geht mit der Förderpraxis der Stadt Regensburg, um so eine einheitliche Handhabung im gesamten Schul- und Sozialraum sicherzustellen.
Regensburg (RL). Ab dem Schuljahr 2026/27 gilt bundesweit der Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung für Kinder im Grundschulalter. Der Landkreis Regensburg bereitet sich intensiv auf diese Aufgabe vor. Bereits heute nehmen mehr als die Hälfte aller Grundschulkinder im Landkreis ein Ganztagsangebot wahr. Verwaltung, Schulen und Regierung der Oberpfalz arbeiten eng zusammen, um den weiteren Ausbau bedarfsgerecht und verlässlich umzusetzen.
Mit dem Ganztagsförderungsgesetz (GaFöG) wird ab September 2026 stufenweise ein Rechtsanspruch auf ganztägige Förderung für Grundschulkinder eingeführt. Als örtlicher Träger der öffentlichen Jugendhilfe trägt der Landkreis Regensburg die Gesamt- und Planungsverantwortung für die Umsetzung gemäß §§ 79 und 80 SGB VIII. Um den Ausbau koordiniert voranzubringen, tagte Anfang März erneut die Steuerungsgruppe zum Ganztagsausbau. In diesem Gremium arbeiten Vertreterinnen und Vertreter des Kreisjugendamts, des Schulamts, des Bildungsmanagements sowie der Regierung der Oberpfalz eng zusammen. Ziel ist eine bestmögliche Abstimmung zwischen Jugendhilfe, Schulen und staatlicher Schulaufsicht. Landrätin Tanja Schweiger betont: "Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ist ein wichtiger Schritt für mehr Bildungsgerechtigkeit und bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit Schulen, Gemeinden und Trägern verlässliche und qualitativ hochwertige Angebote für alle Familien im Landkreis zu schaffen. Allerdings dürfen die Kommunen dabei finanziell nicht allein gelassen werden."
Aktuelle Betreuungssituation im Lkr.
Zum Stichtag 1. Oktober 2025 besuchten 8.293 Schülerinnen und Schüler die Grundschulen und Sonderpädagogischen Förderzentren im Landkreis Regensburg.
Zusätzlich gehen Kinder aus dem Landkreis auch in Schulen im Stadtgebiet Regensburg oder in benachbarten Landkreisen. Von den 8.293 Grundschulkindern
werden derzeit 4.980 Kinder in einem Ganztagsangebot betreut.
Betreuungsformen verteilen sich:
• Offene Ganztagsschule (OGTS): 2.271 Kinder (46 Prozent aller betreuten Kinder), davon 1.704 Kinder in 123 Kurzgruppen (bis 14 Uhr) und 567 Kinder in
39 Langgruppen (bis 16 Uhr).
Die OGTS ist damit die am stärksten genutzte Betreuungsform im Landkreis. • Mittagsbetreuung: 1.313 Kinder (26 Prozent), aufgeteilt in 69 Kurzgruppen und 25 Langgruppen. • Horte: 1.117 Kinder (22 Prozent) in 22 Einrichtungen. • Gebundener Ganztag: 279 Kinder (6 Prozent) in 15 Ganztagsklassen. Ergänzend besteht eine Stütz- und Förderklasse mit acht Schülerinnen und Schülern, die im Rahmen eines Ganztagskonzepts betreut werden.
Ferienbetreuung: Gemeinden setzen auf Kooperation
Ein wichtiger Bestandteil des künftigen Rechtsanspruchs ist auch die Ferienbetreuung. Um den aktuellen Stand zu erheben, führte die Jugendhilfeplanung im
Januar 2026 eine landkreisweite Bestandserhebung durch. Dazu wurden Fragebögen an Gemeinden, Märkte, Städte und freie Träger versandt. Zwar stehen noch
einzelne Rückmeldungen aus, dennoch zeichnet sich bereits ein klares Bild ab: Die Mehrheit der Gemeinden wünscht sich Kooperationen oder Zusammenschlüsse
mit anderen Kommunen oder Trägern, um tragfähige Ferienangebote aufzubauen. Teilweise bestehen bereits Angebote oder Kooperationen, diese erfüllen jedoch
noch nicht vollständig die Anforderungen des künftigen Rechtsanspruchs. Um die Kommunen weiter zu unterstützen, plant das Landratsamt Regensburg im Mai 2026
eine Informationsveranstaltung für Gemeinden.
Wichtiger Termin für Eltern
Für das Schuljahr 2026/27, in dem der Rechtsanspruch erstmals greift, müssen Eltern ihren individuellen Betreuungsbedarf bis spätestens 30. April 2026 bei
ihrer Gemeinde als Sachaufwandsträger anmelden. Nach derzeitigem Stand kann festgehalten werden, dass für die Erstklässlerinnen und Erstklässler im Schuljahr
2026/27 ein Betreuungsangebot zur Verfügung stehen wird.
Von links: Peter Weigl (Kreisjugendpfleger), Johann Götz (Leiter Kreisjugendamt), Bettina Hoffmann (Regierung der Oberpfalz), Klaus Rötzer
(Schulamt Regensburg), Christina Lilla (Jugendhilfeplanung), German Sperlich (Jugendhilfeplanung), Sieglinde Kaiser (Teamleitung Kindertagesbetreuung).
Foto: Matthias Wille
Regensburg (RL). Wie kann man Menschen am Lebensende bestmöglich begleiten? Diese zentrale Frage stand im Mittelpunkt des Einrichtungsleitertreffens des Fachbereichs "Stationäre Pflegeeinrichtungen und besondere Wohnformen der Eingliederungshilfe – Fachstelle für Qualitätsentwicklung und Aufsicht (FQA)" am 20. März im Landratsamt Regensburg. Rund 60 Vertreter von Initiativen, Trägern und Einrichtungsleitungen aus Pflegeeinrichtungen kamen im Landratsamt Regensburg zusammen, um sich auszutauschen und bestehende Netzwerke auszubauen.
"Gerade in der letzten Phase ihres Lebens brauchen Menschen besondere Fürsorge, Würde und Zuwendung. Es ist ein wichtiges Anliegen des Landkreises, die Einrichtungen und Initiativen dabei bestmöglich zu vernetzen und zu unterstützen", betonte Landrätin Tanja Schweiger. Sabine Sudler, Leiterin des Johannes-Hospiz in Pentling sowie des Bruder-Gerhard-Hospiz in Schwandorf, führte anhand eines Vortrags in dieses wichtige Themenfeld ein. Durch die zunehmende Alterung der Gesellschaft bei gleichzeitiger besserer medizinischer Versorgung kommen vermehrt Bewohnerinnen und Bewohner in die Einrichtungen des Landkreises, die sich in einer palliativen Phase befinden oder diese voraussichtlich zeitnah erreichen. Um den Betroffenen bestmögliche Unterstützung zu bieten, werden speziell ausgebildetet Begleiter benötigt. Für die Deckung des steigenden Bedarfs besteht für die Einrichtungen die Möglichkeit, auf bereits im Landkreis Regensburg bestehende Strukturen zurückzugreifen. Ergänzend stellten sich im Rahmen von Kurzvorträgen weitere
wichtige Akteure vor: das Hospiz- und Palliativnetzwerk "Gemeinsam gehen" (Beate Hochmuth),
Palliamo e.V. mit seinem Angebot der ambulanten Ethikberatung (Dr. med. Katharina Rockmann) sowie der Hospiz-Verein Regensburg e.V. (Bettina Callies).
Zum Auf- und Ausbau eines tragfähigen Netzwerkes führte diese Veranstaltung sowohl Anbieter als auch Nutzer zusammen, die von dieser Austauschmöglichkeit
rege Gebrauch machten.
Die FQA setzt sich als Aufsichts- und Beratungsstelle dafür ein, das Bewohnerwohl in den Einrichtungen auch unter herausfordernden
Bedingungen weiterhin auf hohem Niveau sicherzustellen. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Sachgebiet "Hilfen in schwierigen Lebenslagen –
Pflegestützpunkt Plus im Landkreis Regensburg", bei dem die FQA angesiedelt ist. Für einen besonderen Moment sorgte die Verabschiedung von Sachgebietsleiterin
Petra Haslbeck, die die Entwicklung des Bereichs über zwei Jahrzehnte hinweg maßgeblich geprägt hat und nun in den Ruhestand geht.
Bettina Callies, Beate Hochmuth, Dr. Katharina Rockmann, Petra Haslbeck, Landrätin Tanja Schweiger und Sabine Sudler. Foto: Massi/LRA Regensburg
Regensburg (RL). Auch heuer organisiert der Landkreis Regensburg gemeinsam mit dem Bayerischen Bauernverband wieder eine Sammlung gebrauchter landwirtschaftlicher Folien, die wiederverwertbar sind.
Die Anmeldung ist ab 27. März 2026 ausschließlich online möglich unter https://www.landkreis-regensburg.de/ abfallratgeber/. Die Hinweise zu den Sammelkriterien bitte beachten. Ab 6.7.26 werden die Folien abgeholt. Der genaue Abholtermin wird jeder Landwirtin/jedem Landwirt nach Eingang der Anmeldung mitgeteilt. Die Sammelaktion wird ca. drei Wochen dauern. Die Sammelkriterien haben sich nicht geändert: So genannte "Big Bags" aus der Landwirtschaft, dicke Folien (z. B. aus der Gras- und Maissilage) sowie Folien (wie Stretchfolien, Netze von Rundballen, Kunstdüngersäcke) müssen
getrennt voneinander sortiert werden. Ferner sind diese restlos entleert, "besenrein" und gebündelt bereitzustellen. Die Abholung aller Folien erfolgt an einem Tag. Weitere Auskünfte zur Foliensammlung erteilt gerne Chris Buitan, Sachgebiet Abfallwirtschaft im Landratsamt Regensburg, Telefon 0941 4009-368 oder per E-Mail unter abfallwirtschaft@lra-regensburg.de. Nähere Informationen erteilen auch die Mitarbeiter des Bayerischen Bauernverbands in der Geschäftsstelle Regensburg, unter Telefon 0941 2985749-111 oder regensburg@bayerischerbauernver band.de.