Welche Folgen haben Starkregen und Hochwasser auf dem Tangrintel? Und wie kann man sich davor schützen? Mit diesen Fragen befasst sich das Gutachten zum Sturzflut- und Hochwasserrisikomanagement, das die Stadt Hemau für den Kernort und den Ortsteil Hohenschambach in Auftrag gegeben hat. Die Ergebnisse wurden kürzlich im Rahmen einer Öffentlichkeitsveranstaltung vorgestellt.
Starkregen, zun. Herausforderung
Starkregenereignisse, schwierige zusammentreffende Wetterereignisse und Schneeschmelzen führten auf dem Tangrintel in der Vergangenheit bereits zu
wild abfließendem Oberflächenwasser. Straßen, Plätze und Privatanwesen, insbesondere in Hemau und Hohenschambach, wurden überflutet und teilweise mit Schlamm-
und Geröllmassen überspült – zuletzt beim Starkregenereignis im Jahr 2016. Wo in der Gemeinde die größten Potenziale liegen und welche Maßnahmen möglich
sind, untersuchten Prof. Rudolf Metzka von der Technischen Hochschule Deggendorf und das Ingenieurbüros Wöhrmann aus Haglstadt.
Gute Ausgangslage, punktueller Handlungsbedarf
Die Experten analysierten verschiedene Regenereignisse hinsichtlich Dauer, Strömungsverläufen und -geschwindigkeiten. Im Fokus stand ein sogenanntes
100-jähriges Regenereignis, also ein extremes Szenario, das statistisch einmal in 100 Jahren auftritt. Die Modellberechnungen zeigen: Hemau und Hohenschambach
sind durch bestehende Gräben, Rückhalteeinrichtungen und Entwässerungssysteme bereits gut geschützt. Dennoch gibt es in beiden Ortschaften
lokale Schwerpunktbereiche, die besondere Aufmerksamkeit erfordern. Modellierungen des Grabens sowie der Bau
Konkrete Maßnahmen in Umsetzung
Einige Maßnahmen wurden bereits umgesetzt oder sind in Planung: Im Bereich des Siebergrabens im Südwesen von Hemau sollen Eintiefungen,
eines Regenrückhaltebeckens Risiken weiter reduzieren. Im Norden von Hemau wurden nach dem Starkwetterereignis 2016 zusätzliche Vorkehrungen getroffen – sowohl am Rand des Baugebiets "Nordwest III" als auch im Zuge der Entwicklung von "Nordwest IV". Auch im Bereich k ünftiger Gewerbeentwicklungen sind weitere Maßnahmen vorgesehen. In Hohenschambach wurde im Haderthal kürzlich ein Regenrückhaltebecken fertiggestellt, das sich bereits bewährt hat. Auch bei neuen Bauprojekten spielt der Hochwasserschutz eine zentrale Rolle: Beim Baugebiet "Hemau Sixenfeld" und beim "Städtischen Naherholungsgebiet" zwischen Volksfestplatz und Waldfriedhof werden zusätzliche Pufferflächen geschaffen und bestehende Strukturen verbessert.
Eigenvorsorge bleibt entscheidend
Neben den kommunalen Maßnahmen ist auch die Eigenvorsorge der Bürgerinnen und Bürger ein wichtiger Baustein. Empfohlen werden unter anderem die
Reduzierung versiegelter Flächen auf Privatgrundstücken, eine erosionsmindernde Bepflanzung sowie die Sicherung von Lichtschächten, Kellerabgängen und
Zufahrten. Das Gutachten wird in Kürze auf der städtischen Website unter www.hemau.de veröffentlicht. Die enthaltenen Karten und Animationen ermöglichen es,
das individuelle Gefahrenpotenzial für einzelne Grundstück einzusehen. Für Rückfragen oder eine persönliche Beratung steht die Stadt Hemau zur Verfügung:
telefonisch unter Tel. 09491/9400-0 oder E-Mail an stadt@hemau.de.
Die Familienkasse, Galgenbergstr. 24, Rgbg. hat wegen einer internen Veranstaltung Montag, 27.4.26 geschlossen. Die Familienkasse Bayern Süd bietet unter www.familienkasse.de digitale Services an. Kindergeld und -zuschlag können online beantragt werden – schnell und unbürokratisch. Für Fragen und persönliche Anliegen sind unter der kostenfreien Servicerufnummer 0800 4 5555 30 tel. Auskünfte möglich.
Regensburg (RL). Ein Tag, der ganz im Zeichen von Familien steht: Werdende Eltern sowie Eltern von Kindern im Alter von 0 Jahren bis zum Vorschulalter sind herzlich eingeladen zum Familien-Aktionstag "Informiert und gestärkt durch die ersten Lebensjahre" am Samstag, 18. April 2026, von 10 bis 15 Uhr im Mehrgenerationenhaus/ Familienstützpunkt Regenstauf (Hauptstraße 34).
Die Veranstaltung ist barrierefrei erreichbar – und bewusst so gestaltet, dass sich Familien vom ersten Moment an willkommen fühlen. Auch Landrätin
Tanja Schweiger wird mittags vor Ort sein und die Gäste begrüßen. Veranstaltet wird der Familien-Aktionstag von der KoKi-Stelle, der
Koordinierungsstelle Familienbildung des Landratsamtes Regensburg und dem Familienstützpunkt Regenstauf. Gerade in den ersten Lebensjahren passiert
vieles gleichzeitig: neue Fragen tauchen auf, ebenso große Gefühle und der Wunsch, alles richtig zu machen. Der Aktionstag schafft hier einen entspannten
Rahmen, in dem Eltern ganz unkompliziert Antworten finden, sich austauschen und neue Kontakte knüpfen können. Im Dachgeschoss stellen zahlreiche Fachstellen
aus dem Netzwerk Frühe Hilfen ihre Angebote vor.
Ohne Anmeldung, ohne Hürden – dafür mit Zeit für persönliche Gespräche und individuelle
Anliegen. Unter dem Motto "Kleine Kinder, große Themen" erwarten die Besucherinnen und Besucher kurze, alltagsnahe Impulse, die genau dort ansetzen, wo
Familien stehen. Ob Babyschlaf, Kinderkrankheiten, gesunde Entwicklung, die Beziehung zum Kind oder die Partnerschaft im Familienalltag – die Themen
greifen typische Fragen auf, die viele Eltern beschäftigen. Auch Geschwisterdynamiken werden aufgegriffen, ebenso wie die Möglichkeit, bei einer
Probestunde Babymassage bewusst innezuhalten und die Nähe zum eigenen Baby zu genießen.
Programm mit Mitmachaktionen
Während die Eltern sich informieren oder austauschen, kommen auch die Kinder voll auf ihre Kosten: Mit der Clownshow "Clown Toni kommt an", dem
interaktiven Puppentheater "Das fiepsige Rittertheater", Musik- und Bewegungsangeboten sowie liebevoll gestalteten Mitmachaktionen wird es garantiert
nicht langweilig. Kinderschminken, Glitzertattoos, "Spiele aus der Hosentasche", Bilderbuchkino und Vorleseangebote sorgen für strahlende Kinderaugen.
Wer mag, kann außerdem gut erhaltene Bilderbücher mitbringen und bei der Büchertauschbörse gegen neue Lieblingsgeschichten eintauschen. Ein besonderes
Angebot ist das Gesprächsformat "Wo drückt der Schuh?": In einem geschützten Rahmen bietet die KoKi-Stelle des Landkreises Regensburg vertrauliche
Kurzberatungen an – offen für alles, was Eltern gerade bewegt. Landrätin Tanja Schweiger lädt die Familien herzlich ein: "Die ersten Jahre mit einem Kind
sind wunderschön, aber oft auch voller Fragen und Unsicherheiten. Umso wichtiger ist es, Orte zu schaffen, an denen Familien sich willkommen fühlen,
Orientierung bekommen und erleben: Wir sind nicht allein. Unser Familien-Aktionstag verbindet Information, Austausch und viele bereichernde Momente –
ich freue mich sehr darauf, viele Familien
persönlich begrüßen zu dürfen." Zahlreiche regionale Einrichtungen sind mit dabei und stehen für Fragen und Gespräche bereit- darunter das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Regensburg-Schwandorf, die Offene Behindertenarbeit der Caritas, die Interdisziplinäre Frühförderstelle Regensburg, die Sozialberatung St. Martin, das Medienzentrum Regensburger Land, das Evangelische Bildungswerk Regensburg mit dem Angebot wellcome, die Caritas Schwangerenberatung, die Jugend- und familientherapeutische Beratungsstelle der Stadt Regensburg, die Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern der KJF, die Beratungsstelle für Alleinerziehende der Diakonie sowie die KoKi-Stelle und der Bereich Familienbildung/Familienstützpunkte im Landkreis Regensburg.
Johann Götz, Leiter des Kreisjugendamtes Regensburg und Landrätin Tanja Schweiger laden zum Familien-Aktionstag "Informiert & gestärkt durch
die ersten Lebensjahre" am 18. April 2026 nach Regenstauf ein. Foto: Alexandra Winkler>Gemeinsam für Familien im Lkr.
Familienbildung- u. stützpunkte
Die Koordinierungsstelle Familienbildung und die acht Familienstützpunkte im Landratsamt Regensburg (Donaustauf, Lappersdorf, Neutraubling,
Nittendorf, Regenstauf, Schierling sowie die interkommunalen Familienstützpunkte Donau.Wald (Wörth a. d. Donau, Wiesent, Brennberg) und Jura
(Beratzhausen, Hemau und Laaber) unterstützen Eltern dabei, ihren Familienalltag gut zu gestalten und stärken sie in ihrer Erziehungskompetenz.
Sie organisieren wohnortnahe Angebote wie Elternkurse, Vorträge, offene Treffs oder Informationsveranstaltungen. Die Familienstützpunkte sind
niedrigschwellige Anlaufstellen vor Ort, an denen Eltern Beratung, Austausch und praktische Unterstützung finden. Weitere Infos: www.familie-bildung.info.
KoKi, Koord. Kinderschutzstelle
Die KoKi-Stelle des Landkreises Regensburg ist Teil des Netzwerks Frühe Hilfen und richtet sich an werdende Eltern sowie Familien mit Kindern bis zum
dritten Lebensjahr. Sie bietet Beratung, Orientierung und Unterstützung in belastenden Situationen und hilft Familien dabei, passende Angebote im Landkreis
zu finden. Ziel ist es, Familien frühzeitig zu stärken und Kindern einen guten Start ins Leben zu ermöglichen. Weitere Infos: www.landkreis-regensburg.
de/koki.
Johann Götz, Leiter des Kreisjugendamtes Regensburg und Landrätin Tanja Schweiger laden zum Familien-Aktionstag "Informiert & gestärkt durch
die ersten Lebensjahre" am 18. April 2026 nach Regenstauf ein. Foto: Alexandra Winkler
Regensburg (RL). Ohne Gegenstimmen hat der Kreistag in seiner Sitzung am 16. April 2026 – der letzten Gremiensitzung der Wahlzeit 2020/2026 – den Kreishaushalt 2026 verabschiedet. Der Kreistag folgte damit dem Vorschlag von Landrätin Tanja Schweiger. Bereits der Kreisausschuss hatte am 23. März 2026 einstimmig empfohlen, das Zahlenwerk zu beschließen.
Mit 319.472.200 Euro liegt das Gesamthaushaltsvolumen um 0,83 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Verwaltungshaushalt steigt um 0,51 Prozent auf 271.
603.600 Euro. Der Vermögenshaushalt sinkt dagegen um 7,8 Prozent auf 47.868.600 Euro, nachdem er im vergangenen Jahr gegenüber 2024 um 31,8 Prozent gestiegen
war. Die Eckdaten des Haushalts wurden vorab mit den Sprecherinnen und Sprechern der im Kreistag vertretenen Fraktionen abgestimmt. Außerdem wurden sie auch
in diesem Jahr wieder in einer Bürgermeisterkonferenz vorgestellt.
Im Mittelpunkt der Vorberatungen stand in diesem Jahr erneut die Frage nach der Höhe
des Kreisumlage-Hebesatzes. Diese Kennzahl bestimmt, welchen Anteil der Landkreis von den 41 Gemeinden als Umlage erhebt. In den Vorjahren musste der Hebesatz
wegen eines anderweitig nicht zu deckenden Finanzbedarfs deutlich angehoben werden; um vier Prozentpunkte von 39,5 Prozent auf 43,5 Prozent im Jahr 2024 sowie
um weitere 5,5 Prozentpunkte auf 49 Prozent im Jahr 2025. Wie Landrätin Tanja Schweiger erläuterte, hätten die deutlichen Verbesserungen beim
kommunalen Finanzausgleich des Freistaats Bayern für 2026 den Bezirk Oberpfalz in die Lage versetzt, den Bezirksumlage-Hebesatz von 23,2 Prozent auf 21,9
Prozent zu senken.
Gleichzeitig sei die Umlagekraft des Landkreises um 5,35 Prozent auf 281,8 Mio. Euro gestiegen. Und auch die Ausgabenentwicklung, etwa im
Bereich der Jugendhilfekosten, konnte durch verschiedene Maßnahmen gestoppt werden. All dies führe dazu, so die Landrätin, dass der Kreisumlage-Hebesatz für
2026 um drei Prozentpunkte auf 46 Prozent gesenkt werden könne.
Landrätin Tanja Schweiger: "Die Senkung des Kreisumlage-Hebesatzes von 49 auf 46 Prozent ist
für unsere 41 Landkreisgemeinden ein wichtiges und positives Signal. Möglich wird dieser Schritt zum einen durch den sehr guten kommunalen Finanzausgleich
des Freistaats Bayern für 2026 und die daraus resultierende Entlastung bei der Bezirksumlage, zum anderen aber auch durch konsequente eigene Anstrengungen
des Landkreises, insbesondere bei der Begrenzung des Ausgabenanstiegs. Eine Entwarnung darf damit jedoch ausdrücklich nicht verbunden sein. Denn die Finanzlage
der Kommunen bleibt auf allen Ebenen angespannt und strukturell fragil. Solange der Bund die dringend notwendigen Reformen im Sozialleistungsbereich nicht
anpackt, wird sich die prekäre Situation der kommunalen Haushalte weiter dramatisch verschärfen."
Investitionsprogramm 2025-2029: Bildungsinfrastruktur weiter Priorität
Das Investitionsprogramm 2025-2029 sieht Ausgaben von insgesamt 189,1 Mio. Euro vor, davon 40,9 Mio. Euro im Jahr 2026. Schwerpunkt bleibt erneut
der Bildungsbereich mit insgesamt 85,5 Mio. Euro, davon 21,4 Mio. Euro im Jahr 2026. Damit fließen 52,3 Prozent aller Investitionen des Jahres 2026 in den
Ausbau der Bildungsinfrastruktur.
Personalausgaben
Vor allem aufgrund von Tarifsteigerungen erhöhen sich die Personalausgaben im Jahr 2026 um 1,1 Mio. Euro beziehungsweise 2,34 Prozent auf 47,7 Mio. Euro.
Davon entfallen allein rund 11,6 Mio. Euro auf das Jugendamt. Der Stellenplan 2026 sieht für das Landratsamt keine neuen Planstellen vor; es bleibt bei 668
Stellen. Bei der Kreisklinik Wörth a. d. Donau erhöht sich die Zahl der Stellen im Jahr 2026 um 13 auf dann 391. Im Vergleich der Personalkosten je Einwohner
belegte der Landkreis Regensburg im Jahr 2024 unter allen 71 bayerischen Landkreisen Rang 14. Nur 13 Landkreise
verzeichneten somit niedrigere Personalkosten je Einwohner.
Jugendhilfeausgaben
Der Zuschussbedarf für 2026 - also die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben - liegt bei 42.034.800 Euro. Das sind lediglich 22.700 Euro beziehungsweise
0,05 Prozent mehr als im Vorjahr. Möglich wurde dies durch eine konsequente und intensive Einzelfallprüfung des jeweiligen Hilfebedarfs bei
Jugendhilfeleistungen sowie durch verschiedene Steuerungsmaßnahmen, insbesondere durch die Einführung von Pooling-Modellen bei der Schulbegleitung.
Kostenunterdeckung im staatlichen Landratsamt
Die Kostenunterdeckung im staatlichen Landratsamt - also der Betrag, den der Landkreis vom Freistaat Bayern für die Erfüllung staatlicher Aufgaben zu
wenig erhält - betrug im Jahr 2024 insgesamt 7,9 Mio. Euro. Im Jahr 2023 lag sie bei 6,9 Mio. Euro, im Jahr 2022 bei 6,5 Mio. Euro.
Weitere Finanzdaten
Im Haushaltsjahr 2026 kann mit der vorgesehenen Zuführung vom Verwaltungshaushalt an den Vermögenshaushalt in Höhe von 5.302.200 Euro die gesetzlich
geforderte Mindestzuführung von 3.445.000 Euro sichergestellt werden. Darüber hinaus wird auch die sogenannte Sollzuführung erreicht. Diese umfasst neben
der Tilgung weitere 1.850.000 Euro für die vorgesehenen Ersatzbeschaffungen. Der Landkreis erfüllt damit die Auflage aus der Haushaltsgenehmigung 2025 der
Regierung der Oberpfalz, wonach spätestens im Haushaltsplan 2026 und im Finanzplanungszeitraum zumindest die Sollzuführung zu erwirtschaften ist. Die
freie Finanzspanne beläuft sich im Jahr 2026 auf lediglich 7.200 Euro und bewegt sich damit auf einem niedrigen Niveau. Um die Investitionen im
Vermögenshaushalt finanzieren zu können, ist eine Kreditaufnahme in Höhe von 11,5 Mio. Euro erforderlich.
Kreisumlage-Hebesatz
Der Kreisumlage-Hebesatz sinkt um drei Prozentpunkte auf 46 Prozent. Vergleicht man die Kreisumlage nach der Umlagebelastung der Gemeinden je Einwohner,
lag der Landkreis Regensburg im Jahr 2025 mit 654,53 Euro auf dem drittniedrigsten Wert in der Oberpfalz und auf dem 16. niedrigsten Wert in Bayern.
Jahresfehlbetrag Kreisklinik Wörth
Für 2025 wird ein Defizit in Höhe von voraussichtlich 2.600.000 Euro erwartet. Im Jahr 2026 wird mit einem Fehlbetrag von 2.101.600 Euro gerechnet.
Angesichts der aus den Defiziten resultierenden Liquiditätsengpässen wurde bereits im Kreishaushalt 2025 ein beschleunigter Verlustausgleich vorgesehen,
um zusätzliche Belastungen durch hohe Fremdfinanzierungskosten zu vermeiden. Im Haushaltsansatz 2026 sind daher sowohl der vollständige Ausgleich des
Defizits 2025 als auch ein Abschlag auf den zu erwartenden Fehlbetrag 2026 eingeplant. Der hierfür veranschlagte Betrag von 3,2 Mio. Euro bewegt sich
nahezu auf dem Niveau des Vorjahres.
ÖPNV, Jahresfehlbetrag der GFN
Nach aktuellem Stand wird die Ausgleichszahlung an die GFN im Jahr 2025 voraussichtlich rund 9,1 Mio. Euro betragen. Gleichzeitig liegt die ÖPNV-Zuweisung
mit rund 1,7 Mio. Euro leicht über dem Haushaltsansatz. Daraus ergibt sich für das Jahr 2025 eine tatsächliche Belastung des Kreishaushalts von rund 7,5 Mio.
Euro. Für das Haushaltsjahr 2026 sind zur Abdeckung des Jahresfehlbetrags Mittel in Höhe von 8 Mio. Euro eingeplant, somit 500.000 Euro oder 6,7 Prozent mehr
als im Vorjahr.
Einstimmig hat der Kreistag in seiner Sitzung am 16. April 2026 den Kreishaushalt 2026 verabschiedet. Foto: Hans Fichtl
Regensburg (RL). Das Sachgebiet "Hilfen in schwierigen Lebenslagen – Pflegestützpunkt Plus im Landkreis Regensburg" organisiert zusammen mit der Städtischen Sing- und Musikschule Neutraub-ling am 22. Mai 2026 eine "Musikalische Stunde" für Menschen mit Demenz und deren direktes Um-feld. Geplant ist gemeinsames Musizieren der Betroffenen sowie ein Konzert verschiedener Ensem-bles der Musikschule für die pflegenden Angehörigen.
Derzeit leben in Bayern schätzungsweise über 270.000 Menschen mit einer Demenzerkrankung. Viele der Betroffenen werden von ihren An- und Zugehörigen gepflegt. Von diesen wird enorme Arbeit geleistet, die oft zu körperlicher und psychischer Erschöpfung führt. Es ist daher wichtig, Entlastungsangebote für pflegende Angehörige zu schaffen. Ein solches bietet das Sachgebiet "Hilfen in schwieri-gen Lebenslagen – Pflegestützpunkt Plus im Landkreis Regensburg" in Zusammenarbeit mit der Städtischen Sing- und Musikschule in Form der "Musikalischen Stunde" an. Gemeinsam wird mit den von Demenz betroffenen Personen aus einer Auswahl von verschiedenen Liedern im Konzertsaal musiziert, begleitet von Lehrkräften der Musikschule. Es soll zusammen ge-sungen und dies mit unterschiedlichen Orff/ Percussion-Instrumenten (Handtrommel, Rassel, Agogo, Shaker,
Klangbausteine oder Monochord) musikalisch begleitet werden. Musik kann ein kraftvolles Mittel zur Unterstützung bei Demenz sein. Vertraute Lieder aus der Jugend fördern Kommunikation, mindern Ängste sowie Unruhe, wecken Emotionen und Erinnerungen. Zur gleichen Zeit wird im Theatersaal ein Konzert mit verschiedenen Ensembles der Musikschule für die An- und Zugehörigen aufgeführt. So können sich die pflegenden Angehörigen eine kleine Auszeit vom anstrengenden (Pflege-) Alltag nehmen. Insgesamt stehen 15 Plätze zur Verfügung. Eine Anmel-dung ist zwingend erforderlich. Wo? Sing- und Musikschule Neutraubling, Schulstraße 1, 93073 Neutraubling. Wann? Freitag, 22. Mai 2026, 16.00 bis 17.00 Uhr. Anmeldung bei Saskia García Jociles, Telefon 0941 4009-531, oder Daniel Wend, Telefon 0941 4009-268 sowie per Mail an hilfen.lebenslagen@lra-regensburg.de.
Regensburg (RL). Mit dem Ende der Wahlperiode am 30. April 2026 scheiden 37 Kreisrätinnen und Kreisräte aus dem Kreistag des Landkreises Regensburg aus. In seiner letzten Sitzung am 16. April verabschiedete das Gremium unter anderem den Kreishaushalt sowie das Straßenbau- und Radwegeprogramm und fasste weitere wichtige Beschlüsse.
Dazu zählen der formelle Maßnahmenbeschluss für den Erweiterungsbau der Kreisklinik Wörth an der Donau, die Beauftragung einer Machbarkeitsstudie zu
den Schulturnhallen in Neutraubling sowie die Zustimmung zur Verbunderweiterung und zur damit verbundenen Neustrukturierung des Regensburger Verkehrsverbundes
zum 1. Januar 2027. Zu diesen Themen veröffentlicht der Landkreis gesonderte Pressemitteilungen. Zum Abschluss der Sitzung dankte Landrätin Tanja Schweiger den
37 ausscheidenden Mitgliedern für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement im Kreistag und in den Ausschüssen. Über viele Jahre, oft Jahrzehnte hinweg, hätten
sie sich in vorbildlicher Weise für die Belange des Landkreises eingesetzt, um die besten Lösungen gerungen und so ein Beispiel gegeben für ehrenamtliches
Engagement und für aktive Mitwirkung an politischen Entscheidungsprozessen.
"Dafür sage ich allen ein herzliches Vergelt's Gott", so Tanja Schweiger.
Besonders würdigte die Landrätin ihren langjährigen Stellvertreter Willi Hogger. Er gehört dem Kreistag seit 1990 – also seit sechs Wahlperioden – an und ist
seit 2014 gewählter Stellvertreter der Landrätin. Durch seine fachkundige und souveräne Amtsführung als stellvertretender Landrat, so die Landrätin, habe sich
Willi Hogger im Kreistag, bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landratsamtes und vor allem auch als Repräsentant des Landkreises nach außen
hohe Wertschätzung erworben. Dafür danke sie ihm sehr herzlich.
Die offizielle Verabschiedung der ausscheidenden Kreisräten ist beim kommunalpolitischen Sommerfest des Landkreises im Juli vorgesehen. Mit Ablauf der Wahlzeit 2020/26 am 30. April 2026 scheiden folgende Kreisrätinnen und Kreisräte aus dem Kreistag aus:
CSU:
Dr. Daniela Baumer, Dr. Gerhard Bawidamann, Fritz Dechant, Werner Fischer, Florian Hoheisel, Max Kolb, Alfons Lang, Elisabeth Meierhofer, Johann Thiel
FW:
Michael Drindl, Alois Dürr, Rudolf Graß, Christian Hauner, Herbert Heidingsfelder, Willi Hogger, Johann Jurgovsky, Josef Mandl, Eduard Obermeier,
Kurt Senft, Barbara Wilhelm
GRÜNE:
Dr. Gerd Kelly, Sonja Kessel, Erich Kufner, Maria Scharfenberg, Prof. Dr. Edwin Schicker, Christa Wunderer
SPD:
Siegfried Böhringer, Klaus Nebl, Reinhard Peter
AfD:
Armin Bauer, Norbert Jörß, Markus Meier
ÖDP/ PU:
Dr. Reinhard Erös, Claudia Wiest, Richard Wild
FDP:
Stefan Potschaski
Fraktionslos:
Josef Stadler
37 Kreisrätinnen und Kreisräte scheiden aus dem Kreistag aus. Die offizielle Verabschiedung findet beim Landkreis-Sommerfest im Juli statt.
Foto. Hans Fichtl
