Mintraching (RL). Die Bauarbeiten zum Neubau der Pfatterbrücke an der Kreisstraße R 5 bei Mintraching gehen dem Ende entgegen. Die Strecke ist planmäßig ab Montag, 1. Juni 2026, wieder befahrbar. Die bestehende Brücke wurde durch einen Neubau ersetzt, da das bisherige Bauwerk den technischen Anforderungen nicht mehr entsprach.
Mit Verkehrsfreigabe kann die Kreisstraße R5 ohne Umleitung genutzt werden. Einzelne Restarbeiten im Umfeld der Baustelle werden in den kommenden Wochen durchgeführt.
Hinweis auf Verkehrseinschränkungen aufgrund der traditionellen Diözesanfußwallfahrt
Anlässlich der jährlich stattfindenden Diözesanfußwallfahrt von Regensburg nach Altötting zieht die Pilgergruppe am Mittwoch, 21.5., durch Mangolding.
Zum sicheren Ablauf der Wallfahrt wird die Ortsdurchfahrt Mangolding im/p>
Bereich Niedertraublinger Straße, Mooshamer Straße und Mintrachinger Straße in der Zeit von circa 8.15 Uhr bis circa 12.30 Uhr für den Verkehr gesperrt. Je nach Standort der Wallfahrer wird der Verkehr durch Einsatzkräfte der Polizei geregelt. Der Schülertransport ist von den Einschränkungen nicht betroffen. Der Landkreis Regensburg bedankt sich bei allen Verkehrsteilnehmern und Anliegern für das Verständnis während der Bauzeit. Informationen zum Bereich der Baumaßnahme an der R5 mit dem Link: https://www.bayerninfo.de/shl/ tNskc.
Dickere Lohntüte für Bauarbeiter: Wer im Landkreis Regensburg auf dem Bau arbeitet, soll einen genauen Blick auf seine aktuelle Lohnabrechnung werfen. Das rät die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). "Der Lohn-Check lohnt sich.
Denn der Tariflohn für Fachkräfte ist im April um knapp 1 Euro pro Stunde gestiegen. Das ist ein Plus von 3,9%. Damit müssen vom Beton- und Straßenbauer über den Maurer und Kranführer bis zur Bürokraft ab jetzt bei jedem, der einen Vollzeitjob hat, knapp 168 € pro Monat mehr auf dem Lohnkonto sein",
sagt Wolfgang Brandmüller von der IG BAU Oberpfalz. Der aktuelle Stundenlohn für eine Fachkraft liege nun bei 26,05 €. Insgesamt arbeiten im Landkreis Regensburg nach Angaben der IG BAU rund 1.970 Beschäftigte in 156 Baubetrieben. Die Gewerkschaft beruft sich dabei auf Zahlen der Arbeitsagentur.
Auf dem Bau locken bessere Löhne: Bauarbeiter verdienen jetzt 3,9 Prozent mehr. Darauf hat die IG BAU Oberpfalz hingewiesen.
Die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agenturen für Arbeit Niederbayern/Oberpfalz laden im Rahmen der Reihe "Mein Weg, meine Zukunft!" alle Interessierten zur Online-Veranstaltung "Wechseln oder Wiedereinsteigen mit Plan" am Mittwoch, den 10.06.2026 um 9 Uhr ein.
Erfahren Sie, wie Sie erste konkrete Schritte tun, wenn Sie sich beruflich verändern oder wieder einsteigen möchten. Referentin Eva Kurze, Berufsberaterin für Erwachsene im Lkr. Cham bei der Agentur für Arbeit Schwandorf, informiert über Erfolgsfaktoren und Strategien, die zu einem guten Gelingen beitragen. Anmeldung unter: https://eveeno. com/Wieder einsteigen. Die Teilnahme ist kostenfrei und von zu Hause aus möglich. Nach der Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigung und
zwei Tage vor der Veranstaltung den Einwahllink. Bis zum Jahresende finden weitere interessante Online-Vorträge aus der Veranstaltungsreihe "Mein Weg, meine Zukunft!" zu Ihrer Unterstützung bei Vereinbarkeit von Familie und Beruf, beim Wiedereinstieg, sowie bei der beruflichen Karriere statt. Auf der Veranstaltungsdatenbank der Agentur für Arbeit können Sie sich jederzeit über alle digitalen und Präsenzveranstaltungen der Arbeitsagenturen informieren: www.arbeitsagentur.de.
Wenn das Kranksein demnächst aufs Portemonnaie drückt: "Wer im Landkreis Regensburg zum Hausarzt geht, für den wird es teurer", sagt Rainer Reißfelder von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Der Geschäftsführer der NGG Oberpfalz kritisiert das geplante Sparpaket im Gesundheitsbereich, das die Bundesregierung "stark zu Lasten der Versicherten verordnen" wolle: "Für Medikamente sollen Versicherte künftig bis zu 15 Euro dazuzahlen, mindestens aber 7,50 Euro.
Das läppert sich und drückt auf die Haushaltskasse – neben hohen Ausgaben für Sprit, Lebensmittel, Miete & Co." Heute dagegen liege die Zuzahlung bei 5 Euro und
sei bei 10 Euro gedeckelt. Um Arzneimittel günstiger zu machen, spricht sich die NGG Oberpfalz für eine reduzierte Mehrwertsteuer bei Medikamenten aus. "Ob
Tabletten, Tropfen, Salben, Zäpfchen oder Infusionen: 7 statt 19 Prozent für Medikamente im Landkreis Regensburg. Das hätte einen positiven Effekt fürs Portemonnaie
der Menschen", sagt Rainer Reißfelder.
Voraussetzung dafür: Die Regierung müsse Bedingungen dafür schaffen, dass die Reduzierung "eins zu eins bei den Menschen
landet und nicht in den Taschen der Pharma-Konzerne". Heftige Kritik kommt von der Gewerkschaft an der Teilkrankschreibung, die die Bundesregierung ebenfalls plant:
"Wer länger krank ist, schleicht – oder besser wohl: schleppt – sich dann in Etappen zurück zur Arbeit. Und das ärztlich verordnet", sagt Rainer Reißfelder.
Homeoffice und eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten sollen das möglich machen, wenn es nach dem Willen der Bundesregierung geht. "Wer krank zur Arbeit geht,
hilft weder sich noch dem Betrieb. Im schlimmsten Fall kuriert man sich gar nicht richtig aus. Und das kann chronische Krankheiten zur Folge haben",
so Rainer Reißfelder. Langfristig belaste das das Gesundheitssystem immer weiter,
Wer krank ist, soll nicht noch zusätzlich leiden: "Höhere Zuzahlungen für Medikamente gehen ins Geld. Außerdem kann der Staat die MwSt. für
Arzneimittel von derzeit 19 auf künftig 7% senken und so Patienten und Krankenkassen entlasten", sagt Reißfelder von der Gewerkschaft NGG Oberpfalz.
Darauf sollen die Bundestagsabgeordneten achten, wenn sie demnächst über die Gesundheitsreform abstimmen. Außerdem lehnt die NGG die geplante Teilkrankschreibung
ab.
so die Befürchtung der NGG Oberpfalz.
Der NGG-Geschäftsführer verweist auf die Praxis: "Nehmen wir einen Bäcker oder eine Köchin im Landkreis Regensburg. Auch die sollen künftig zu 25, 50 oder
75 Prozent arbeitsfähig sein können, wenn sie eigentlich krank sind. Sie gehen dann also zur Arbeit", so Rainer Reißfelder. Aber in einer Backstube gebe es
genauso wie in einer Restaurantküche "zu jeder Minute Zeitdruck und Stress". Denn die Brote müssten morgens ab 2 Uhr in den Ofen und die Gerichte abends um 20
Uhr auf den Teller.
"Die Arbeit muss einfach gemacht werden. Sie nimmt keine Rücksicht auf Halb- oder Dreiviertel-Kranke", sagt der NGG-Geschäftsführer.
Unterm Strich sei die Gesundheitsreform in Sachen Teilkrankschreibung nichts anderes als eine Verschärfung der Krankschreibung. Zwar müssten Arbeitnehmer und
Arbeitgeber zustimmen. "Aber gerade das ist heikel. Die Gefahr, dass Chefs Beschäftigte, die schwer und damit länger krank sind, dazu auffordern werden, an
den Arbeitsplatz zurückzukehren, ist groß. Das kann mit ‚sanftem Druck', aber auch schroff mit einer Knallhart-Ansage passieren", befürchtet Rainer Reißfelder.
Beides sei jedoch "wenig hilfreich", wenn es darum gehe, gesund zu werden. An die Adresse der CSU- und SPD-Bundestagsabgeordneten aus dem Landkreis Regensburg und
der Region gerichtet, appelliert der Geschäftsführer der NGG Oberpfalz, "alles daranzusetzen, die Gesundheitsreform in puncto Zuzahlung und Medikamenten-
Mehrwertsteuer zu ändern sowie von der Teilkrankschreibung die Finger zu lassen". Mit deutlichen Worten warnt die NGG Oberpfalz vor einem Sozialabbau. "Die
ständigen Angriffe auf den Sozialstaat und Kahlschlagdebatten sind keine Antwort auf die aktuellen Herausforderungen.
Wer den Sozialstaat zunehmend infrage
stellt, verunsichert die Menschen", so Rainer Reißfelder. Statt die soziale Unsicherheit in der Reformdebatte immer mehr zu verschärfen, müsse es darum gehen,
die wachsende Ungleichheit zu beseitigen. "Nicht die Beschäftigten sind das Problem, sondern Profitgier und ‚Reichenpflege'."