Regensburg (RL). Bereits die ersten Termine zeigen sich so vielfältig wie das gesamte kulturelle Jahresprogramm des Landkreises Regensburg: ob Kunst in Unterlaichling, ein Erzählabend in Schönhofen, eine Inklusionsband in Wiesent oder Blasmusik beim "Heimatblosn"-Festival in Schierling.
Bereits seit vergangenem Wochenende stellt Peter Liebl, Maler aus Donaustauf und Kulturpreisträger des Landkreises Regensburg 2025, seine Kunst im Artonicon im Alten Pfarrhof Unterlaichling aus. Liebls Lebensweg führte ihn zur abstrakten Kunst, in der allein Farben und streng geometrische Gitter oder stille Horizonte hervortreten. Mit seiner Frau und bevorzugtem Modell Monika fand er zu Ganzkörper-Porträts in ikonenartiger Stilisierung vor geometrischen Hintergründen. Sein Spätwerk zeigt einen mystischen Zug, das Frauenbild wird zur Madonna. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung ist bis Donnerstag, 14. Mai, samstags von 17 bis 19 Uhr sowie sonntags und an Feiertagen von 11 bis 13 Uhr geöffnet. Eine Anmeldung ist erwünscht unter Telefon 09451 941324 oder unter der E-Mail-Adresse Langrieger 99@gmail.com.
Für kindgebliebene Erwachsene
Am Samstag, 25. April, lädt der Verein Kultur und Brauchtum Nittendorf zu einem besonderen Erzählabend ins Staimerhaus nach Schönhofen ein. Ab 18 Uhr nimmt
Oliver Machander sein Publikum mit auf eine poetische Reise in die Welt der Geschichten und Märchen. Der Abend richtet sich vor allem an kindgebliebene Erwachsene,
die sich den Zauber von Erzählungen wieder ins Bewusstsein holen möchten. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von Catharani, die singt und
außerdem Klarinette, Gitarre und Harfe spielt. Einige ihrer Kompositionen bezeichnet sie selbst als "Seelenlieder". Der Erzählabend ist eingebettet in die
Ausstellung des Künstlerkreises Lappersdorf, die am 25. April von 13 bis 18 Uhr und am 26. April von 13 bis 17 Uhr im Staimerhaus zu sehen ist. Der Eintritt
ist frei.
Lebensfreude mit PowerPack
Ebenfalls am Samstag ist die Regensburger Inklusionsband Power Pack in Wiesent zu Gast. Das Konzert im Sommerkeller beginnt um 20 Uhr. Die Band besteht aus
Frauen und Männern zwischen Ende 20 und 45 Jahren mit Besonderheiten und bringt mit eigenen Liedern sowie Coverversionen internationaler Songs viel Spielfreude,
Spaß an der Musik und eine große Portion Lebensenergie auf die Bühne. Diese Lebensfreude springt schnell auf die Konzertbesucher über. Zugleich zeigt die Band,
wie Musik Brücken schlägt, Grenzen überwindet und Menschen verbindet, und wie Vielfalt das Zusammenleben bereichert. Veranstalter ist der Arbeitskreis Kultur der Gemeinde Wiesent, der regelmäßig Veranstaltungen aus den Bereichen Musik, Kabarett, Theater und Literatur anbietet. Karten kosten im Vorverkauf zehn Euro, an der Abendkasse zwölf Euro. Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre sowie Menschen mit Schwerbehindertenausweis zahlen den halben Preis. Karten sind im Rathaus Wiesent sowie über die Internetseite der Gemeinde erhältlich.
Blasmusik zwischen Tradition und humoriger Aneignung
Blasmusik, Begegnung und Lebensfreude stehen am Samstag, 26. April, in Schierling im Mittelpunkt: Das "Heimatblosn", das Blasmusikfestival des Landkreises
Regensburg, rückt bereits zum vierten Mal die traditionelle bayerisch-böhmische Blasmusik in den Fokus. Zugleich zeigt sich in den modernen Stücken, wie lebendig
sich dieses Genre weiterentwickelt hat. Insgesamt 22 Formationen spielen auf dem Rathausplatz und auf der Viehmarktwiese und sorgen für ein
abwechslungsreiches Programm. Ein besonderer Höhepunkt ist das Gemeinschaftskonzert aller Kapellen am Nachmittag, das inzwischen selbst zu einer festen
Tradition geworden ist. Bei schlechtem Wetter entfällt das Festival. Aktuelle Infos gibt es unter www.heimatblosn.de. Organisiert wird das Blasmusikfestival,
das alle zwei Jahre stattfindet, vom Landkreis Regensburg gemeinsam mit dem Kreisvolksmusikpfleger sowie in diesem Jahr mit dem Markt Schierling. Beginn ist um
9.45 Uhr. Bereits um 8.30 Uhr findet ein Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Peter und Paul statt, den die Oberlinger Musikanten untermalen. Der Eintritt ist
frei. Eine andere Facette eines Blasmusikinstrumentes zeigt ebenfalls am Sonntag Andreas Martin Hofmeir mit seinem Programm "Konzertante Aneignung". Die
Veranstaltung des Kulturforums Schloss Alteglofsheim, bei der der Tubist gemeinsam mit der Pianistin Barbara Schmelz die besten Solo-Werke anderer Instrumente
spielt und Schmähgedichte aus seiner brandneuen "Hundsgemeinen Instrumentenkunde" zum Besten gibt, ist bereits restlos ausverkauft.
Regensburg (RL). Die Naherholungsgebiete rund um Regensburg werden von Jahr zu Jahr stärker genutzt. Der Verein für Naherholung im Raum Regensburg e.V. trägt mit seinen Einrichtungen wesentlich zur hohen Freizeitqualität in der Region bei. Am 23. April fand die jährliche Mitgliederversammlung des Naherholungsvereins im Landratsamt Regensburg statt.
Landrätin Tanja Schweiger betonte: "Der Verein für Naherholung steht für die enge Zusammenarbeit von Stadt, Landkreis und Gemeinden. Gemeinsam schaffen und erhalten wir attraktive Freizeitangebote und stärken damit die Lebensqualität in der gesamten Region. Im Namen des Vereins bedanke ich mich bei der Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer für das vertrauensvolle Zusammenwirken und das verantwortungsvolle Miteinander." Für das laufende Jahr sind Investitionen und Unterhaltskosten in Höhe von rund 427.000 Euro veranschlagt. Die Mittel fließen unter anderem in den Unterhalt und Betrieb der Badeseen, in den Naabtalradweg sowie in den Fahrradbus. Darüber hinaus gewährt der Verein einen Zuschuss in Höhe von 7.000 Euro an den Waldverein Regensburg e.V. sowie jeweils 500 Euro an die Wasserwacht und die DLRG für den Wasserrettungsdienst an den Badeseen des Vereins. Mit einem Zuschuss von 4.000 Euro sichert der Naherholungsverein zudem den Fortbetrieb der Zille Marienthal.
Mit einem Zuschuss von 4.000 Euro sichert der Naherholungsverein den Fortbetrieb der Zille Marienthal. Foto: H. C. WagnerBrutfloß für die Flussseeschwalbe am Guggenberger Nebensee
Bereits in der Mitgliederversammlung 2024 hatte der Naherholungsverein dem Einsatz eines Brutfloßes für die gefährdete Flussseeschwalbe im Guggenberger
Nebensee zugestimmt. Da im Jahr 2025 ein Brutnachweis erbracht werden konnte, plant der Naherholungsverein nun das Ausbringen des Brutfloßes. Die Kosten für
ein geeignetes Brutfloß belaufen sich auf rund 6.000 Euro. Dabei arbeitet der Naherholungsverein mit den zuständigen Fachstellen für Natur- und
Landschaftsschutz sowie der höheren Naturschutzbehörde zusammen.
Intern. Deutsche Meisterschaften am Guggenberger See
Nachdem bereits im Jahr 2023 die
Internationalen Deutschen Meisterschaften im Freiwasser schwimmen am Guggenberger See stattfanden, richtet der Deutsche Schwimm-Verband e.V. vom 26. bis 28. Juni die diesjährige Ausgabe dort aus. Weitere Informationen gibt es unter: https://www.dsv.de/de/leistungs--und-wettkampfsport/freiwasser schwimmen/dsv-wettkampf-veranstaltungen/dm-freiwasser/
Hintergrund zum Verein:
Der Verein für Naherholung im Raum Regensburg wurde 1971 auf Initiative von Stadt und Landkreis Regensburg gegründet. Anlass waren die durch den
Kiesabbau entstandenen Badeseen in den Gebieten rund um Barbing, Roith und Neutraubling. Ziel des Vereins ist es, die Erholungsmöglichkeiten im Raum
Regensburg zu verbessern und den steigenden Anforderungen an eine aktive Freizeitgestaltung in der Natur Rechnung zu tragen. Dazu kauft, gestaltet und
betreut der Verein Erholungsgebiete.
Kristina Göbel, Geschäftsführerin des Vereins für Naherholung, Regensburgs scheidende Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer sowie Landrätin
Tanja Schweiger bei der Mitgliederversammlung im Landratsamt Regensburg. Foto: Christina MassiDer Ausbau der drei Badeseen Guggenberger See, Sarchinger See und Roither See, der Bau des Jugendzeltplatzes in Kallmünz, Radwege und Bootsanlegestellen auf dem Regen und an der Naab kommen Erholungssuchenden aus der Stadt und dem Landkreis gleichermaßen zugute. Dem Verein für Naherholung gehören im Jahr 2026 die Stadt und der Landkreis Regensburg, 40 Gemeinden des Landkreises sowie 14 fördernde Mitglieder an. Den Vorsitz führte 2025 Landrätin Tanja Schweiger. Bis zum 30. April 2026 führt den Vorsitz Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer. Ab dem 1. Mai 2026 wird Regensburgs neuer Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger den Vorsitz übernehmen.
Regensburg (RL). Beim "Heimatblosn" am vergangenen Sonntag präsentierte sich der Markt Schierling als stimmungsvoller Gastgeber des Blasmusikfestivals des Landkreises Regensburg. Musikantinnen und Musikanten aus dem gesamten Landkreis Regensburg sorgten gemeinsam mit zahlreichen Helferinnen und Helfern für ein ebenso abwechslungsreiches wie herzliches Festivalerlebnis, ganz im Zeichen der Blasmusik, der Gemeinschaft und der gelebten Kultur im Regensburger Land.
Bereits zum vierten Mal fand das "Heimatblosn" statt. Nach Neutraubling, Adlersberg und Regenstauf war Schierling erstmals Austragungsort des Festivals. Gerade das Konzept der wechselnden Spielorte macht den besonderen Reiz der Veranstaltung aus: Immer neue Orte, immer neue Kulissen und immer wieder andere musikalische Akzente verleihen dem "Heimatblosn" seinen unverwechselbaren Charakter.
Musik, die verbindet
Dass Blasmusik weit mehr ist als Tradition allein, wurde in Schierling eindrucksvoll hör- und spürbar. Das "Heimatblosn" brachte die ganze Bandbreite des
Genres zusammen: vom klangvollen Orchester über kleinere Besetzungen bis hin zu Formationen, die mit Wirtshausliedern, schwungvollen Märschen und modernen
Einflüssen für eine lebendige Festivalatmosphäre sorgten. Schierling wurde zu einem Ort, an dem Musik Menschen zusammenführt, Generationen verbindet und Heimat
auf besondere Weise erlebbar macht.
Insgesamt waren 22 Kapellen und Gruppen aus dem Landkreis Regensburg angekündigt. Gespielt wurde nach dem bewährten Prinzip an zwei Standorten, am Rathausplatz und auf der Viehmarktwiese, auf jeweils zwei Bühnen im Wechsel. Bereits der Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Peter und Paul setzte einen festlichen Auftakt, bevor die offizielle Begrüßung am Rathausplatz folgte. "Das ‚Heimatblosn' zeigt eindrucksvoll, wie lebendig, vielfältig und verbindend die Blasmusik im Landkreis Regensburg ist. Schierling ist dafür ein wunderbarer Gastgeber", sagte
der stellvertretende Landrat Willi Hogger, der die zahlreichen Besucherinnen und Besucher begrüßte, die aus allen Ecken des Landkreises und darüber hinaus nach Schierling gekommen waren.
Beeindruckender Klang
Ein besonderer Höhepunkt war das Gemeinschaftskonzert am Nachmittag, bei dem sich nahezu alle teilnehmenden Musikantinnen und Musikanten zu einem
klangvollen Gesamtbild vereinten. Kerstin Neumann von der Tegernheimer Blaskapelle dirigierte den Marsch "Mein Heimatland", Patrick Siebenborn vom
Orchesterverein Regensburg-Steinweg den "Bozner Bergsteigermarsch". Johannes Mittermaier, Dirigent der Stadtkapelle Hemau und stellvertretender Kreisvorsitzender
für Regensburg im Nordbayerischen Musikbund, leitete das große Orchester bei "Ein Leben lang", einer Hymne an die Musik von den Fäaschtbänklern, sowie bei
der Bayernhymne. Das Publikum zeigte sich beeindruckt vom kraftvollen Gesamtklang des Orchesters und der feierlichen Stimmung am Rathausplatz. "Die Mischung
aus musikalischer Qualität, authentischer Atmosphäre und bayerischer Lebensfreude macht das ‚Heimatblosn' zu einem ganz besonderen Erlebnis", sagte
Schierlings Bürgermeister Christian Kiendl.
(v.l.) Eröffneten das "Heimatblosn" im Markt Schierling: der Stellvertretende Landrat Willi Hogger, Kreisvolksmusikpfleger Tobias Lehner und
Schierlings Bürgermeister Christian Kiendl. Foto: H.C. Wagner"Ich bin stolz, dass der Markt Schierling – die engagierten Vereine, die Verwaltung und der Bauhof – gemeinsam mit dem Kulturreferat des Landkreises und dem Kreisvolksmusikpfleger diesen tollen Festivaltag bei Kaiserwetter ermöglicht haben."