Regensburg (RL). Regionale Köstlichkeiten, traditionelles Handwerk, kreative Ideen und viele persönliche Begegnungen prägten den Regionalmarkt am Sonntag, 25. Oktober 2026, rund um das Gymnasium Lappersdorf. Zum Abschluss der diesjährigen Regionaltage im Landkreis Regensburg präsentierten zahlreiche Ausstellerinnen und Aussteller von 11 bis 16 Uhr die landwirtschaftliche und kreative Vielfalt der Region.
Landrätin Tanja Schweiger (6. von links) mit Kreisbäuerin Beate Stadler-Weikl (5. von links), der stellvertretenden Kreisbäuerin Renate Knipfer
(7. von links), Kreisobmann Franz Obeth (5. von rechts), Leitender Landwirtschaftsdirektor am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Regensburg-
Schwandorf, Helmut Melchner (4. von rechts), Pfarrvikar Suresh Babu KANUMURI (1. von rechts) und zahlreichen LandfrauenUnter dem Motto "nachhaltig genießen – rund um den Kürbis" standen insbesondere die Wertschätzung heimischer Produkte, kurze Wege, nachhaltiges Wirtschaften das persönliche Miteinander im Mittelpunkt.
Eröffnung mit Musik u. Marktsegen
Landrätin Tanja Schweiger eröffnete den Regionalmarkt, musikalisch begleitet von den Parforcehornbläsern des Bezirksjagdverbandes Regensburg. Kreisobmann
Franz Obeth und Kreisbäuerin Beate Stadler-Weikl vom Bayerischen Bauernverband sowie Lappersdorfs 3. Bürgermeister Robert Wachtveitl richteten Grußworte an die
Gäste und betonten die Bedeutung regionaler Erzeugung. Eine ökumenische Andacht mit anschließendem Marktsegen, mitgestaltet von den Landfrauen des
Bayerischen Bauernverbandes, rundete die Eröffnung ab.
Regionalmarkt als Zeichen ...
für eine starke und lebendige Region. "Der Regionalmarkt zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig und lebendig die Region Regensburg ist. Er bot nicht nur
eine Plattform für heimische Erzeuger, Betriebe und Initiativen, sondern förderte zugleich den Austausch zwischen den Menschen und stärkte das Bewusstsein
für regionale Wertschöpfung, Nachhaltigkeit und kurze Wege", so Landrätin Tanja Schweiger.
Rund um den Kürbis:
Regionalität zum Genießen und Entdecken. Passend zum diesjährigen Motto stand der Kürbis in seinen vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten im Mittelpunkt.
Auch in diesem Jahr lud das bewährte Landfrauencafé bei heißen Getränken und hausgemachtem Kuchen
zum Verweilen und Genießen ein. Im "Genusskisterl" boten die Landfrauen des Bayerischen Bauernverbandes zudem Kürbisspätzle zum Probieren an und zeigten, wie abwechslungsreich sich heimische Produkte zubereiten lassen. Auch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Regensburg-Schwandorf griff das Schwerpunktthema mit Informationen und Kostproben rund um die beliebte Herbstfrucht auf. Darüber hinaus konnten die Besucherinnen und Besucher zahlreiche weitere regionale Spezialitäten entdecken und mit den Erzeugerinnen und Erzeugern persönlich ins Gespräch kommen. Der Landkreis Regensburg dankt allen Beteiligten, die mit ihrem Engagement und ihren vielfältigen Angeboten zum Gelingen des Regionalmarktes beigetragen haben.
Vielfältiges Kunsthandwerk ...
und Unterhaltung für die ganze Familie. Neben kulinarischen Spezialitäten bot der Regionalmarkt ein breites Angebot an regionalem Kunsthandwerk. Das
Sortiment reichte von Drechselarbeiten, Weidenflecht- und Holzkunst über handgefertigten Schmuck, Seifen und Naturkosmetik bis hin zu Genähtem, Gestricktem
und kreativen Upcycling-Produkten. Vorführungen, zum Butterschütteln und zur Herstellung jahreszeitlicher Kränze aus Naturmaterialien, gaben
Einblicke in traditionelles Handwerk. Auch für Kinder gab es ein abwechslungsreiches Programm mit Hüpfburg, Jonglier- und Zauberangeboten sowie Kinderschminken.
Die Parforcehornbläser und die "Wirtshausmusi" sorgten für die musikalische Umrahmung und trugen zur geselligen Atmosphäre des Regionalmarktes bei.
Nach der Eröffnung des Regionalmarkts 2026 versammelten sich Landrätin Tanja Schweiger (9. von links), Kreisbäuerin Beate Stadler-Weikl
(10. von links), stellvertretende Kreisbäuerin Renate Knipfer (8. von links), Kreisobmann Franz Obeth (11. von links), Dritter Bürgermeister von
Lappersdorf, Robert Wachtveitl, Leitender Landwirtschaftsdirektor des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Regensburg-Schwandorf,
Helmut Melchner (1. von links), Pfarrvikar Suresh Babu KANUMURI (2. von links), zahlreiche Kommunalpolitiker und die Parforcehornbläser des
Bezirksjagdverbandes Regensburg zum Gruppenfoto. Foto: H.C. Wagner
Regensburg (RL). Der Duft frisch gebackener Pinsa, regionale Spezialitäten zum Probieren und jede Menge Gelegenheit zum Entdecken: Beim Genussnachmittag am Hermannsberg am Samstag, 24. Oktober, zeigte sich die Genussregion Regensburg von ihrer besonders schmackhaften Seite.
Über 300 Gäste nutzten die Regionaltage-Veranstaltung, um regionale Lebensmittel zu genießen und vor allem die Menschen und das Handwerk dahinter
kennenzulernen. Gemeinsam mit Castra Culinaria. Genussregion Regensburg e. V. und dem Hermannsberg hatte der Landkreis Regensburg zu dem Genussfest eingeladen.
17 Produzenten und Verarbeiter präsentierten dabei die kulinarische Vielfalt der Region. "Auf dem Hermannsberg wurde sichtbar, was regionale Wertschöpfung
ganz konkret bedeutet:
Gute Lebensmittel entstehen vor unserer Haustür, werden in der Region verarbeitet und finden ihren Weg zu den Menschen vor Ort. Das
stärkt unsere Betriebe, sichert Arbeitsplätze und trägt dazu bei, gewachsene Strukturen und unsere Kulturlandschaft zu erhalten. Wir können stolz sein
auf die Qualität und Vielfalt, die unsere Region zu bieten hat", so Landrätin Tanja Schweiger.
Castra-Pinsa, kulin. Mittelpunkt
Die Gäste konnten die Zubereitung der Pinsa aus nächster Nähe verfolgen und anschließend die frisch gebackenen Pinsa-Kreationen genießen. Dafür kamen
Produkte verschiedener regionaler Betriebe zusammen – von Mehl und Gemüse über Käse und Schinken bis zu Ölen, Körnern und weiteren Zutaten. Eva Freidl,
Vorsitzende von Castra Culinaria, zog ein positives Fazit: "Heute hat man gesehen, was Castra Culinaria ausmacht: Jeder Betrieb bringt seine eigene Qualität
und sein Handwerk mit – und gemeinsam entsteht daraus etwas Neues. Wenn die Gäste dann neugierig werden, miteinander probieren und direkt mit unseren Produzenten
ins Gespräch kommen, haben wir genau das erreicht, was wir uns für unsere Genussregion wünschen."
Genussregion mit Sinnen entdecken
Die Gäste konnten außerdem beim Ölpressen zuschauen und anschließend unterschiedliche Varianten an der Öl-Bar probieren, beim Ratespiel
verschiedene Getreidesorten und Mehle kennenlernen oder erfahren, welche Kartoffelsorte sich für welches Gericht besonders gut eignet. Gemüse, Körner,
Fleisch und Käse standen ebenso für die Vielfalt der Region wie Obst und Säfte. Regionale Biere, Weine sowie Edel- und Obstbrände rundeten das Angebot
ab. Kaffee, Kuchen und regionale Backwaren sorgten für den süßen Abschluss. Vor allem der direkte Austausch machte den Nachmittag besonders: Die
Produzentinnen und Produzenten erzählten von ihrer Arbeit und vermittelten, wie viel Wissen, Erfahrung und handwerkliches Können in hochwertigen
regionalen Lebensmitteln stecken. Auch "der Hermannsberg" als Gastgeber steuerte einige Spezialitäten bei: Nudeln aus eigener Produktion kamen direkt
aus dem Foodtruck, im Ofen wurden Kartoffelscheiben zubereitet und die Pinsa wurde zubereitet.
Regionaler Genuss verbindet
Eine Bereicherung war der Gastauftritt der Confiserie Seidl aus Laaber. Fünf Auszubildende aus Kirgisistan gaben Einblicke in ihre Arbeit. Sie gehören zu
den insgesamt 13 jungen Menschen, die seit Herbst 2025 im Rahmen einer gemeinsamen Initiative der Wirtschaftsförderung des Landkreises und der Agentur für Arbeit
ihre Ausbildung in regionalen Betrieben absolvieren. So schlug der Genussnachmittag eine Brücke zwischen regionaler Genusskultur und der Integration
internationaler Nachwuchskräfte.
Vom Genussfest zum reg. Einkauf
Wer beim Genussfest auf den Geschmack gekommen war, konnte sich auch darüber informieren, wo viele der regionalen Spezialitäten im Alltag erhältlich sind.
Die Regionaltheke Regensburg (RLR) bündelt Produkte regionaler Betriebe und macht die Genussregion damit auch im Alltag für Verbraucherinnen und
Verbraucher zugänglich. Weitere Informationen unter: www.nimms-regional.de. Für Castra Culinaria war der Nachmittag zugleich eine Gelegenheit, das noch junge
Netzwerk der Genussregion weiter bekannt zu machen. Der Verein verbindet Produzenten, Verarbeiter, Direktvermarkter, Gastronomie, Handel und weitere Akteure,
die regionale Lebensmittel gemeinsam sichtbarer machen und die regionale Wertschöpfung stärken wollen.
Ein besonderes Zeichen für das wachsende Netzwerk gab
es auch beim Genussfest selbst: Melanie Eibl, Geschäftsführerin der KJF Werkstätten gemeinnützige GmbH, überreichte Eva Freidl feierlich den Mitgliedsantrag für
den Hermannsberg. Damit möchte sich auch der Gastgeber künftig aktiv in das Netzwerk der Genussregion einbringen. Der Hermannsberg verbindet
Lebensmittelherstellung, Verarbeitung, Gastronomie und soziale Teilhabe und ist damit ein wertvoller Partner für die weitere Entwicklung von Castra Culinaria.
Der Genussverein soll weiter wachsen: Weitere Betriebe, aber auch Verbraucher, die sich für regionale Qualität und Wertschöpfung einsetzen möchten, sind
herzlich eingeladen, das Netzwerk kennenzulernen und mitzugestalten.
Kontakt und weitere Informationen unter: https://www.landkreis-regensburg. de/Castra-Culinaria-Genussregion-Regensburg/
Hintergrund
Die Veranstaltung wurde im Rahmen der Regionaltage 2026 und der "Genussregion Regensburg" durchgeführt. Das Projekt wird vom Bayerischen Staatsministerium
für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie unterstützt. Weitere Informationen sind erhältlich bei Dr. Magdalena Meyerweissflog, Regionalmanagerin im
Landkreis Regensburg, Telefon: 0941 4009-465, E-Mail: regionalmanagement@land ratsamt-regensburg.de.
Gemeinsam für die Genussregion Regensburg: Mitglieder von Castra Culinaria mit der stellvertretenden Landrätin Irmgard Sauerer (obere Reihe,
2. v. r.) und Regionalmanagerin Dr. Magdalena Meyerweissflog (untere Reihe, 2. v. l.) beim Genussfest am Hermannsberg. Foto: H.C. Wagner
Regensburg (RL). Regionale Bio-Lebensmittel, gastronomisches Handwerk und berufliche Bildung standen im Mittelpunkt des zweiten RegioDinners am 23. Oktober 2026. Der Landgasthof Spitzauer, das Staatliche Berufliche Schulzentrum Regensburger Land (BSZ) und die Öko-Modellregion Stadt.Land.Regensburg gestalteten gemeinsam einen kulinarischen Abend, bei dem die Gäste die Vielfalt heimischer Produkte und die regionale Wertschöpfung erleben konnten.
Die Zutaten stammten überwiegend von Bio-Erzeugern und Verarbeitungsbetrieben aus Stadt und Landkreis Regensburg. Daraus entstanden abwechslungsreiche
Gerichte, die zeigten, wie vielfältig das Angebot regionaler Lebensmittel ist und wie kurze Wege vom Erzeuger bis auf den Teller gelingen
können.
"Das RegioDinner hat einmal mehr gezeigt, wie viel Qualität, Können und Engagement in unserer Region stecken. Wenn Landwirtschaft, Gastronomie und
berufliche Bildung so gut zusammenarbeiten, entsteht etwas Besonderes. Unsere heimischen Bio-Lebensmittel stehen für Qualität, kurze Wege und eine starke
regionale Wertschöpfung. Darauf können wir stolz sein", Landrätin Tanja Schweiger.
Quittenparfait oder Käsebild: Auch die regionalen Nachspeisen waren ein Gedicht für die Gaumen der Gäste beim zweiten RegioDinner im Lkr. Rgbg.Regionaler Genuss und persönliche Begegnungen
Neben dem kulinarischen Angebot erhielten die Gäste Einblicke in die Herkunft der Lebensmittel und lernten die Menschen und Betriebe hinter den Produkten
kennen. Auch der Anfang 2026 gegründete Verein "Castra Culinaria. Genussregion Regensburg e. V." stellte
seine Arbeit vor. Ziel des Vereins ist es,
regionale Erzeugnisse sichtbarer zu machen und die Zusammenarbeit zwischen Erzeugern, Verarbeitungsbetrieben, Gastronomie und Handel zu stärken.
Zugleich unterstützte die Veranstaltung einen sozialen Zweck: Ein Teil des Erlöses kam der Kurzzeitpflegeeinrichtung "Hummelchen" in Pettendorf zugute.
Deren Leiterin, Leonie Völk, stellte die Einrichtung und ihre Arbeit vor.
Ein besonderer Dank galt den Schülern des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums
Regensburger Land, die sich bei der Vorbereitung und Durchführung engagierten. Für die angehenden Fachkräfte bot das RegioDinner zugleich die Gelegenheit,
ihr Können in der Praxis unter Beweis zu stellen.
Ein Teil des Erlöses aus dem RegioDinner wurde an die Kurzzeitpflegeeinrichtung "Hummelchen" in Pettendorf gespendetMit der zweiten Auflage knüpfte das RegioDinner an die Premiere im Klosterstadel Pielenhofen an. Ziel des Gemeinschaftsprojekts ist es, heimische Bio-Lebensmittel stärker ins Bewusstsein zu rücken, regionale Wertschöpfungsketten zu fördern und die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Gastronomie und beruflicher Bildung auszubauen.
Weitere Informationen:
Öko-Modellregion Stadt.Land.Regens burg, Julius Kuschel, Telefon: 0941 4009-168, https://oekomodellregionen. bayern/stadt.land.regensburg
Schüler des Berufsschulzentrums Regensburger Land unterstützten erneut bei der Vorbereitung und Durchführung des zweiten RegioDinners.
Foto: Lucia Gareis
Regensburg (RL). Von der Ehrung der Landessieger im Wettbewerb "Streuobst – bunt und lebendig!" über die ordentliche Mitgliederversammlung bis hin zu Neuwahlen und einer feierlichen Verabschiedung: Die Landesverbandstagung des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege (BLGL) am 17. Oktober 2026 in Unterföhring bot für Stephanie Fleiner, Geschäftsführerin des Kreisverbands Regensburg für Gartenkultur und Landespflege, ein umfangreiches Programm.
"Diese Tagung hat eindrucksvoll gezeigt, wie stark unser Netzwerk vom Ortsverein über den Kreis- und Bezirksverband bis hin zum Landesverband ist. Der
gemeinsame Austausch und eine verlässliche Interessenvertretung sind auch für unsere 83 Obst- und Gartenbauvereine im Landkreis Regensburg von großer
Bedeutung", betonte Stephanie Fleiner, Geschäftsführerin des Kreisverbandes Regensburg für Gartenkultur und Landespflege.
Nach zwölf Jahren als Präsident an
der Spitze des Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege e. V. wurde Wolfram Vaitl mit zahlreichen Dankesworten verabschiedet. Staatsministerin Michaela
Kaniber würdigte in ihrer Festrede seine großen Verdienste um die bayerischen Obst- und Gartenbauvereine. Auch Stephanie Fleiner hatte nur lobende Worte für
den ehemaligen Präsidenten: "Wolfram Vaitl gilt unser herzlicher Dank für zwölf Jahre engagierte und
wegweisende Arbeit."
Beim landesweiten Streuobstwettbewerb ging der erste Platz an den OGV Tandern aus dem Kreisverband Dachau. Den zweiten Platz belegte der
OGV Berching aus dem Kreisverband Neumarkt und holte damit einen großen Erfolg in die Oberpfalz. Auch fünf Obst- und Gartenbauvereine aus dem Landkreis
Regensburg hatten sich am Wettbewerb beteiligt.
Als Kreissieger vertrat der OGV Frauenberg den Landkreis erfolgreich auf Bezirksebene. Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung standen neben den Rechenschaftsberichten und den einstimmig gefassten Beschlüssen die Neuwahlen der Verbandsspitze. Zum neuen Präsidenten wurde Ulrich Pfanner, Bürgermeister von Scheidegg, gewählt. Neuer Vizepräsident ist Franz Stahl, ehemaliger Bürgermeister der Stadt Tirschenreuth.
Stephanie Fleiner (Mitte), Geschäftsführerin des OGV-Kreisverbandes Regensburg, mit dem neu gewählten Präsidenten Ulrich Pfanner (li.) und Christian
Gmeiner, Geschäftsführer des BLGL (re.). Foto: Walter Glück
Regensburg (RL). Im Rahmen des Bundesprojekts "Ganz große Küche! Regional.Bio.Regensburg." wurde bei den Eckert-Schulen in Regenstauf der Einsatz eines Foodscanners vorgestellt. Das Gerät ist dort seit mehreren Monaten im Einsatz und unterstützt das Catering dabei, Lebensmittelabfälle systematisch zu erfassen und aus den Daten konkrete Ansatzpunkte für die Küchenpraxis abzuleiten.
Daten z. Optimierungspotenziale
Der Foodscanner erfasst, welche Lebensmittelreste in welchen Mengen und Zusammenhängen anfallen. Dadurch werden Muster sichtbar, etwa bei der Produktions-
und Mengenplanung, bei der Nachfrage an einzelnen Ausgabestellen oder bei der Gestaltung des Speiseangebots. Die Auswertungen bilden die Grundlage, um
Küchenprozesse gezielt anzupassen und Lebensmittelverschwendung dauerhaft zu reduzieren.
Bei einem Vor-Ort-Termin erhielten die Gäste Einblicke in das
Dashboard, in die bisher vorliegenden Auswertungen und Prognosen sowie in die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen. An dem Termin nahm auch
der Bundestagsabgeordnete Peter Aumer teil. Welche Maßnahmen sich im Küchenalltag besonders bewähren und wo weitere Optimierungsmöglichkeiten bestehen,
wurde dabei anhand der bisherigen Erfahrungen aus dem Catering erläutert. Landrätin Tanja Schweiger betonte: "Der Foodscanner macht sichtbar, wo
Lebensmittelabfälle entstehen. Entscheidend ist aber, dass aus diesen Daten konkrete Verbesserungen für den Küchenalltag entstehen. Die Erfahrungen der
Eckert-Schulen zeigen, wie digitale Werkzeuge, das Wissen der Mitarbeiter und die Bereitschaft zur Veränderung zusammenwirken können. Genau solche
praxistauglichen Ansätze möchten wir mit unserem Projekt fördern und weitertragen."
Vier Foodscanner im Bundesprojekt vorgesehen
Insgesamt sind im Bundesprojekt vier Foodscanner vorgesehen. Zwei Geräte sind bereits im Einsatz, zwei weitere Aufstellungen befinden sich in Vorbereitung.
Neben dem Standort in Regenstauf wird ein weiterer Foodscanner in einer Einrichtung der Johanniter eingesetzt. An zwei weiteren Standorten sollen die Geräte
ebenfalls aufgestellt und anschließend die Messungen
aufgenommen werden. Ziel ist es, die Erfahrungen aus unterschiedlichen Küchenbetrieben miteinander zu vergleichen und daraus möglichst übertragbare Handlungsempfehlungen für die Praxis abzuleiten.
Erfahrungen aus der Küchenpraxis
Katharina Gassner (Projektkoordination "Ganz große Küche!" im Landkreis Regensburg), Melanie Gierl (Diätassistentin und Adipositasberaterin), Markus
Pfeffer (Mensaleitung) und Toni Hörnig (Betriebsleitung Eckert-Catering) berichteten über den Einsatz des Foodscanners und ihre Erfahrungen aus der
Küchenpraxis. Im Mittelpunkt standen Datenerfassung, Auswertung und die daraus abgeleiteten Verbesserungen.
Ergänzend wurde der Stand der digitalen
B2B-Plattform vorgestellt. Als Teil des Projekts vernetzt sie regionale Anbieter mit Abnehmern, informiert über Angebote und Verfügbarkeiten und erleichtert
die Kontaktaufnahme sowie die Abstimmung von Bestell- und Logistikprozessen. Die Eckert-Schulen entwickeln derzeit gemeinsam mit der Regiothek eine
individuelle, auf ihre betrieblichen Anforderungen zugeschnittene Lösung. Im Anschluss hatten die Gäste die Möglichkeit, Regensburger Bio-Pommes zu
verkosten, die ebenfalls im Rahmen des Projekts entwickelt wurden.
Förderung durch den Bund
Das Projekt "Ganz große Küche! Regional.Bio.Regensburg." wird im Rahmen des Modellregionenwettbewerbs zu 100 % durch das Bundesministerium für
Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert und gemeinsam von Landkreis und Stadt
Regensburg umgesetzt.
Kontakt:
Projektleitung "Ganz große Küche! Regional.Bio.Regensburg." Katharina Gassner, katharina.gassner@ landratsamt-regensburg.de. Tel. 0941 4009743.
v.l.n.r.: T. Hörnig (Betriebsleitung Eckert-Catering), Landrätin Tanja Schweiger, M. Gierl (Diätassistentin), Bundestagsabgeordneter
Peter Aumer, Andrea Radlbeck (Marketing Eckert-Schulen), Markus Pfeffer (Mensaleitung) und Katharina Gassner (Projektleitung "Ganz große Küche!").
Foto: H.C. Wagner